VW Phaeton – Eine Hommage an eines der besten Automobile der Welt

Eine Hommage bezieht sich auf etwas, das eine Ehrerbietung und Würdigung erfahren soll, weil es herausragend und einmalig ist. Das können Menschen, Objekte, Kunstwerke, epochale Musikwerke oder auch technische Meisterleistungen sein.  Und eine Hommage soll auch dieses Schriftwerk sein, eine Huldigung an ein nahezu perfektes, und makelloses – wenn auch leider während seines Produktionszyklus deutlich unterschätztes – Automobil mit den charakteristischen Anleihen und Merkmalen von Automobilen der Luxusklasse:

Der VW Phaeton.

Distinguiertes Auftreten vor adäquater Kulisse

 

Vorgeschichte:

Als Ziehvater des Phaeton kann der ehemalige VW Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch angesehen werden. Diesem – nicht immer unumstrittenen – VW Konzernlenker und späteren Aufsichtsratsvorsitzenden konnte eines niemand absprechen: Seinen innovativen Geist und seinen Mut. Er war ein Impulsgeber, der auch Wege beschritt, die auf den ersten Blick als nicht gangbar galten. Dem Spross der Porsche-Dynastie gelang der erste große Paukenschlag Ende der 60er Jahre: Es war der Wettbewerbswagen Porsche 917 – eine Legende, mit der Porsche erstmalig 1970 den Gesamtsieg des 24 Stunden Rennens von Le Mans gewinnen konnte. Seine Entwicklung nahm trotz zahlreicher Widerstände aus der eigenen Familie ihren Lauf. Und dieser durchsetzungsstarke Innovationsgeist zog sich wie ein roter Faden durch die Vita Ferdinand Piëchs. Sei es sein Wirken bei Porsche, Audi oder später bei Volkswagen.

Volkswagen entwickelte sich zu einem Konzern mit zahlreichen Sparten und Marken. Vom Kleinstwagen bis hin zu Luxusautomobilen, Motorrädern und LKWs. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch die Kernmarke (VW) in diesem vielschichtigen Konzern das Produktportfolio mit einem Automobil der Oberklasse nach oben abrunden wollte. Der Kunde sollte sein ihm gefälliges Automobil aus der Produktpalette von Volkswagen auswählen können – egal, wie groß oder klein es sein sollte.

1999 wurde auf der IAA eine Konzeptstudie unter dem Namen „Concept D“ der Weltöffentlichkeit präsentiert – als Vorläufer des Phaeton. Zeitgleich wurde auch ein V10 TDI Dieselmotor vorgestellt. Der Phaeton erhielt die interne Arbeitsbezeichnung „D1“ für die Entwicklungsphase und die erste Generation dieses Automobils.

Edles Interieur mit der analogen Uhr in der Mitte des Armaturenbretts

Als die ersten Phaetons der Fachwelt und den Journalisten präsentiert wurden, gab es meist dieselbe Reaktion: Man erstarrte in Ehrfurcht. So etwas hatten selbst hartgesottene Motorjournalisten noch nicht gesehen. Akribische Perfektion bis ins letzte, auch noch so kleine Detail. Da zeigte sich zweifelsfrei, dass Ferdinand Piëch auf den Phaeton sein ganz besonderes Augenmerk gerichtet hatte. Und er war ein Qualitätsfanatiker und genialer Techniker. Spötter behaupten bis heute, dass er in internen Kreisen „Fugen-Ferdl“ genannt wurde. Eher eine Auszeichnung für ihn, der besonders auf das Spaltmaß von Karosserieübergängen allergrößten Wert legte.

Bis zum  Produktionsende 18. März 2016 gab es für den Phaeton vier Produktpflegemaßnahmen, die sich nicht nur auf das  Facelifting beschränkten, doch davon später mehr.

Der Phaeton der Anfangsjahre sieht heute noch elegent und „frisch“ aus. Er altert nie…

Der Name

Der Name des luxuriösen Automobils stammt aus der griechischen Mythologie. Phaeton war der einzige Sohn des Sonnengottes Helios und der Klymene, Phaeton jedoch zweifelte an der   Vaterschaft des Helios.  Als ihm ein freier Wunsch gewährt wurde, wollte er für einen Tag den Sonnenwagen seines Vaters lenken. Phaeton war mit der Lenkung dieses Gefährts jedoch derart überfordert, dass er die gesamt Nordküste  Afrikas zerstörte. Zeuss, außer sich vor Wut und Zorn, erschlug ihn daraufhin mit einem Blitz. So die überlieferte Legende.

Die Namensgebung stieß bei einigen Skeptikern auf Kritik und wurde von vielen Journalisten entsprechend kommentiert: Phaeton als Produktbezeichnung, das kann nicht gut gehen und diese Kritik wurde als schlechtes Omen gedeutet.

Als Phaeton bezeichnete man schon zu Zeiten der Pferdekutschen die offenen herrschaftlichen Wagen, bei denen die Reisenden diese Gefährte selber lenkten. Diese, aus der Geschichte des Wagenbaus entnommene  Bezeichnung, erfuhr dann zu Zeiten des Aufkommens  der Automobile eine Renaissance und wurde für luxuriöse offene Tourenwagen adaptiert. Horch, Packard, sowie Škoda wählten diese Modellbezeichnung als Synonym für Luxus und komfortables Reisen. Wohl als Reminiszenz des Audi-Vorgängers Horch wählten die Konzernstrategen den Namen Phaeton. In Erinnerung an eine große Zeit des Automobilbaus der damaligen Highend-Klasse.

Auf einer kleine Spritztour in den Süden. Der Fahrer und die Mitreisenden steigen auch nach stundenlanger Anreise über die Alpen entspannt aus

 

Der Phaeton

Volkswagen – als Massenhersteller eine unangefochtene Nummer 1 in der Automobilbranche – wollte mit dem Phaeton sein Spektrum an innovativer Ingenieurkunst unter Beweis stellen und in Konkurrenz treten zu Audi A8 (aus dem eigenen Konzern), 7er BMW, S-Klasse von Mercedes oder Jaguars XJ. Das erforderte Courage und Optimismus, sich aus einem solch stockkonservativen Segment ein Stück des Kuchens sichern zu wollen. Ein derart kontaminiertes Terrain zu betreten – speziell in Deutschland – und sich nachhaltig behaupten zu wollen, das war fast schon als vermessen anzusehen, zumal der Name VW für andere Qualitäten steht. Und in dieser oberen Liga spielt eine ganz andere, eine ganz eigene Musik. Die Aussichten waren diesbezüglich bei der Markteinführung mehr als düster; aber wie gesagt, es gab ja diese schützende Hand, die den Phaeton wohlwollend begleitete.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden wurde eigens als Produktionsstätte für den Phaeton geschaffen. Keine Fließbandarbeit; die Böden mit hochwertigen Hölzern belegt, hell, licht, die Mitarbeiter wuselten weißgewandet durch die Hallen, alles ohne Stress und Hektik, so erschien es zumindest auf den ersten Blick. Es wurde kolportiert, dass es in Dresden nur drei Roboter gab. Der Bau des Phaeton sollte im Automobilbau eine neue Dimension aufzeigen; in Handarbeit gefertigte Automobile der Premiumklasse, quasi in einer Manufaktur, wo sich auch die sächsischen Tugenden, Werte und Traditionen widerspiegelten: Präzision auf höchstem Niveau. Und das kann uneingeschränkt bestätigt werden. Als die Auslastung der Dresdner Gläsernen Manufaktur mit dem Phaeton aufgrund schleppender Nachfrage immer schlechter wurde, ist in dem automobilen Atelier der Bentley Flying Spur manufaktorisch hergestellt worden!

Der Meister der Langstrecke. Im Hintergrund die Phaetons, die auf ihre neuen Besitzer warten

 

Die Produktionszyklen

Es gab während des 15 jährigen Produktionszeitraums mehrere Zyklen, in denen Änderungen bzw. ein Facelift vollzogen wurden:

März 2007: LED-Tagfahrlicht, dynamisches und statisches Kurvenfahrlicht für die Bi-Xenon-Scheinwerfer,  kirschrotes Heckleuchten-Design, DVD-Navigationssystem, Spurwechselassistent (Side Assist), Abstandsregeltempomat mit „Follow-to-Stop“-Funktion und Umfeldbeobachtung (Front Assist), der V6 TDI Motor erhielt eine Leistungssteigerung auf 233 PS und der V10 TDI-Motor entfiel.

November 2008: Rückfahrkamera (Rear Assist), Keramikbremsen für Phaetons mit W12 Motoren, Multimedia-Navigationssystem mit Touchscreen und 30 GB Festplatte zum Speichern von MP3 Musiktiteln, der V6 TDI-Motor erhielt eine Leistungssteigerung auf 240 PS (Euro 5).

2010: „Der neue Phaeton“, das war die erste signifikante Faceliftmaßnahme, die jedem sofort auffiel: geänderte Frontpartie, Standlicht und Abbiegelicht in LED, LED-Rückleuchteneinheit in M-Form. Dynamic Light Assist (dynamische Fernlichtregulierung/maskiertes Dauerfernlicht), Verkehrszeichenerkennung durch eine Multifunktionskamera im Innenrückspiegel, geändertes Lenkraddesign, Radio-Navigationssystem RNS 810 optional mit Google-Maps erweiterbar, 2 neue Lackfarben, „Verbrauchsreduzierung“ bei dem V6 TDI Motor, Wegfall des W12 Motors ab Mitte 2011 (der W12 Motor blieb für den chinesischen Markt jedoch weiterhin im Programm).

Ein grandioses Interieur, das absolut keine Wünsche offen lässt. Edles Holz und erstklassiges Leder. Ein Meisterwerk bester Innenarchitektur

 

Die Formensprache des Hecks mit der neu gestalteten LED-Rückleuchteneinheit in M-Form…

Modelljahr 2014: Kennzeichenbeleuchtung und Innenraumbeleuchtung in LED, Frontpartie mit durchgehender Chromspange, geänderter Schalthebel und Schaltkulisse, geändertes Lenkraddesign, neue Holzapplikationen in Pappelmaser grau, neues Bedienteil für die Klimaanlage im Fond, 2 neue Lacktypen für die Lackierung, Leistungssteigerung der V6 TDI Motoren auf 245 PS.

…die ein perfekts Leuchtbild bei Dunkelheit abgibt

 

Die Gläserne Manufaktur in Dresden

Ich erlaube mir hier ein Zitat niederzuschreiben, das dem Verkaufskatalog des Phaeton entnommen wurde:

„Eine Oase in der Welt des Automobils

Ein Phaeton hat bereits vor seiner ersten Fahrt eine lange, ereignisreiche Reise hinter sich. Er entsteht nicht auf herkömmliche Art, sondern in einer gläsernen Manufaktur. Nur drei Roboter sind an seiner Montage beteiligt, ansonsten einzig und allein die Hände perfekt ausgebildeter Fachleute. Und es herrscht völlige Ruhe. Lautlos bewegen sich die Fahrzeuge auf hellem kanadischen Ahorn- und dunklem geräucherten Eichenparkett von einer Station zur nächsten. Das klingt nicht nur nach einem Künstleratelier, Automobilliebhaber werden uns Recht geben: Es ist eines. Viel zu eindrucksvoll und besonders, als dass es verborgen bleiben sollte. Deshalb findet die Montage komplett hinter Glas statt. Transparent, offen und lichtdurchflutet. Das ist buchstäblich einzigartig auf der Welt. Es ist die einzig mögliche Art, einen Phaeton zu bauen.“

Dem ist absolut nichts hinzuzufügen!

 

Das Fahren

Der Phaeton bekam – fast – nur Bestwerte der Vertreter der schreibenden Zunft verliehen! Und viele von denen, die diesen Luxusliner gefahren sind, kehrten den Untertürkheimern, Münchnern oder Ingolstädtern fortan den Rücken zu. Ein absolut souveränes, perfektes Fahrfeeling, sicher und entspannend. Ja, fast schon entschleunigend. Das gesamte Equipment und die Luxusausstattung, alles nur zum Wohle der Insassen. Das hatte zweifelsohne seine ungünstige Auswirkung: Deutlich über 2 Tonnen „Lebendgewicht“, die wollten bewegt werden. Bei engen Bergsträßchen muss der Luxusliner manchmal nachdrücklich dazu gezwungen werden und dies ist auch nicht unbedingt das bevorzugte Terrain und ideale Spielwiese dieses – von den Abmessungen beeindruckenden – Automobils. Enges Geviert, das ist überhaupt nicht seins – des Riesen; lang, breit, etwas unübersichtlich und schwer hat er einen großen Wendekreis. Da hilft auch die exzellente Servolenkung nicht viel. Der Lenker des Wagens, er muss die Luxusyacht an allen Ecken im Auge behalten. Und ohne Rückfahrkamera ist das Zurückstoßen – trotz Parksensoren – ziemlich kompliziert.  Sucht der geneigte Phaeton-Lenker ein Parkhaus auf, dann kann die Suche nach einem Abstellplatz für den Phaeton sowie das Einparken zu einem wahren Horrorszenario ausarten; es gibt noch solche Massenparkanstalten, die für Automobile aus den 70iger Jahren dimensioniert sind, und da waren die Karossen noch wesentlich kleiner. Es wird eng, zum Teil sogar sehr eng. Unter diesen Voraussetzungen wird der Weg zu einer angstschweißigen Arbeit mit solch einem Dampfer!

Der Phaeton liebt Langstrecken. Lange Geraden, dort, wo er seine absoluten Stärken in beeindruckender Weise offenlegen kann und darf. Die Insassen – sie fühlen sich wie in einer Sänfte; der serienmäßig eingebauten Luftfederung und des relativ langen Radstandes sei Dank.

Der Langstrecken-Kreuzer fühlt sich überall wohl. Die Hauptsache ist, er ist unterwegs und darf sich viele Stunden auf langen Strecken bewegen – es ist eine herrliche Zeit, wenn man mit ihm durch die Landen schwebt

Der Phaeton vermittelt dem Fahrer und seinen Insassen ein Gefühl der sanften Überlegenheit und der Gelassenheit des Stärkeren, der dies jedoch nicht zu demonstrieren braucht. Und das drückt sich auch deutlich beim Fahrstil aus. Auf deutschen Autobahnen beteiligt  sich der Lenker – in der Regel – nicht an ehrgeizigen Wettlaufszenen auf der linken Spur. Man überlässt den Anderen das Feld, denn der Phaetonist hat Kampf nicht nötig. Das gern zitierte Überholprestige anderer Oberklassen- und Luxuskarossen spricht im Falle des Phaeton eine andere Sprache, er kommt daher wie ein großer Bruder des Passat, also eher unscheinbar und dezent und so sieht man ihm seine exorbitanten Qualitäten nicht an. Understatement in Perfektion.

Wer jedoch mit dem Phaeton reisen durfte und auch noch darf, der ist von seiner Qualität restlos begeistert und bleibt diesem Automobil treu. Auch wenn es ihn nicht mehr neu zu kaufen gibt. Gebraucht sind sie noch erhältlich – in erstaunlicher Qualitätsanmutung und exzellentem Erhaltungszustand – dazu noch zu einem bemerkenswert günstigen Gebrauchtwagenpreis.

Der Phaeton, er liebt es eher gemütlich. Das behagliche Schweben über lange Geraden. Gibt man dem Luxusliner mittels Kickdown einmal die Sporen, tja dann: Nach einer gewissen Gedenkminute (nein, es sind Millisekunden, ob der Fahrer das auch wirklich ernst gemeint hat, das mit einer forscheren Fahrweise), dann drückt er die Insassen ordentlich in die Fauteuils und wenn sich die deutlich über 2 Tonnen dazu aufrappeln, dann geht die Fuhre ab wie Schmidts Katze und seidig-gewaltig schiebt sie nach vorne.

Beim Bremsen des schwergewichtigen Phaeton merkt der Fahrer die gewaltige Masse von über zwei Tonnen allerdings sehr deutlich. Denn bei starken Bremsmanövern taucht der Vorderwagen doch ziemlich sichtbar ein.

Mal eben auf einen Sprung nach Bella Italia, ja warum denn eigentlich nicht? Reinsitzen, eine entspannende Chill out & Lounge Musik in dem CD Wechsler, losschweben und völlig entspannt ankommen. Cool! Automobilist, was willst Du mehr?

Nach einer angenehmen Reise über den Alpenhauptkamm trifft man selbst beim Käsekauf auf einen Artgenossen. Da wird es für die zwei Riesen der Premiumklasse ein wenig eng – wenn sie so einträchtig nebeneinander verweilen

…ein Bild für Götter – so in trauter Zweisamkeit

Man kann mit dem Phaeton eine 8 stündige Fahrt unternehmen und steigt am Ende frisch und – man ist geneigt zu sagen – erholt aus. Eigentlich in solch einer Konstitution, dass der Geschäftsreisende sogleich in eine Besprechung gehen könnte, wenn er wollte oder müsste.

Die Fahreigenschaft des Phaeton als souverän zu bezeichnen, ist per se schon untertrieben; der Eigner bekommt Lust auf das Einsteigen und Losfahren. Egal wohin – nur fahren und genießen. Dieses Fahrzeug ist unbestreitbar ein stilvolles Domizil mit allerhöchsten Qualitäten: Mit Grandezza schwebt der Phaeton über die Straßen und die Passagiere fühlen sich in dem luxuriösen Ambiente sicher und geborgen. Er ist eine stilvolle Landyacht, die nicht zum Must Have der Schönen und Reichen degeneriert wurde. Eigentlich ein Insidertipp par excellence.

Der Phaeton: Die ultimative Überland-Reise-Luxus-Yacht

Beinahe alle Fachjournalisten lobten den Phaeton in den siebten Himmel und merkten sehr deutlich an, dass er seine direkten Konkurrenten in den Schatten stellt. Ich erinnere mich noch an einen Kollegen einer großen Automobilfachzeitschrift, der bemerkte, „…verbinde einem Fahrgast die Augen, entferne die Markenembleme sicherheitshalber und fahre  mit ihm: er wird nicht merken, dass er nicht in einem Rolls Royce oder Bentley sitzt!“.

Die Plattform des Phaeton ist dieselbe, wie sie auch dem Bentley Continental GT, dem Bentley Continental GTC und dem Bentley Flying Spur dient! Noch Fragen?

 

Der Auftritt

Eigentlich sieht er doch recht unscheinbar aus. Die gestalterische Nähe zum Passat ist nicht zu übersehen und manch einer, der mit Autos nicht so bewandert ist, hält ihn für einen Passat. Wenn auch für einen recht großen. Anlässlich eines anstehenden Reifenwechsels in einem großen Stuttgarter Reifenhaus (der Chronist fuhr selbst jahrelang mehrere Phaetons) konstatierte der Monteur auf den Hinweis, wo das Auto steht: „Dort hinten, der Schwarze“ – „Ah, danke, der Passat“. Das hat natürlich auch Vorteile, dass selbst ein geschultes Auge den Phaeton nicht sofort identifizieren kann und mögliche Neider erkennen den Luxus dann auch nicht auf den ersten Blick. Ist ja eh „nur“ ein Passat… Ich find´ es toll; Understatement! (sic!). Kein Automobil zum Angeben, relativ unscheinbar, eben wie ein aufgeblasener Passat. Dem einheitlichen Markengesicht von VW sei Dank, denn so ist es heute in der Automobilbranche üblich. Der Wiedererkennungswert ist wichtig – vom Kleinstwagen bis hin zur Luxuskarosse.

Der Phaeton ist im Grunde ein unauffälliges Automobil der absoluten Spitzenklasse. Man sieht ihm seine inneren Werte nicht an. Understatement in Perfektion

Der Auftritt ist also eher unprätentiös, die Luxuskarosse fällt optisch nicht sonderlich auf. Der Phaeton pflegt nicht den majestätischen Auftritt seiner Standeskollegen, genau das Richtige für Menschen, denen das Ego egal ist und die nicht damit protzen müssen, was sie erreicht haben. Der Phaeton passt zu solchen Menschen, welche die Würde eines Luxusautomobils sowie verborgene Werte zu schätzen wissen. Der Phaeton war und ist die Verkörperung des automobilen Ideals; für den Aficionado automobiler Meisterleistungen mit einem Faible für gepflegte Lebensart – eigentlich das Ultimative. Nein, in einem Phaeton fährt man nicht schnöde von A nach B, sondern man gleitet souverän über Land. Es ist – genauer beschrieben – ein Dahinschweben und die geneigten Insassen nehmen sich Zeit für einen entspannten Tag.

Der Betrachter, der dem Phaeton von vorne in sein attraktives Antlitz und tief in die Augen blickt, bekommt einen strengen Adlerblick zurück, mit einem gewissen Ausdruck an Starre und Zurückhaltung und doch mit der Gewissheit, im entscheidenden Moment die Beute zu erhaschen.

Ausdrucksstarkes Frontdesign. Was ihm jedoch fehlte, war das Überholprestige. Aber dies benötigt eh kein Phaetonist

Zumindest entsteht dieser Eindruck bei den Phaeton Modellen bis Baujahr Anfang 2010, danach ist das G´schau ein wenig milder gestimmt.

 

Innen

Die inneren Werte bzw. das Interieur haben es in sich: Leder, Holz und das Beeindruckendste: Die Holzapplikation über die Breite der Lüftungsschlitze am Armaturenbrett, die diese verdecken, jedoch bei Bedarf – wie von Geisterhand und völlig geräuschlos – die Austrittsöffnungen der Lüftung freigeben. In der Fahrzeugmitte wurde in der Holzabdeckung der Lüftungsschlitze für eine prachtvolle analoge Uhr eine Aussparung geschaffen, in der diese -ganz nach alter Väter Sitte – dem Betrachter die Uhrzeit vermittelt. Das ist in unserer digitalisierten Zeit schon etwas Besonderes.

Reinsetzen und sich wohlfühlen. Den Duft von Leder in sich aufnehmen, genießen und losfahren. Egal wohin – denn jede Fahrt wird zu einem Erlebnis

Eine Mähr hält sich – ob sie stimmt, weiß man nicht: Ferdinand Piëch wollte eine völlig zugluftfreie Klimatisierung des Innenraumes und deren Entwicklung soll er sogar persönlich überwacht haben. Dass diese vielgerühmte und immer wieder gerne zitierte Zugluftfreiheit der Klimaautomatik ihrem Auftrag nachkommt, kann nicht zu 100%ig bestätigen werden. Es weht einem durchaus eine kühler Lufthauch über das Haupt.

Nichtsdestotrotz: die 4-Zonen-Klimaautomatik ist genial. Für jeden Sitzplatz ist das klimatische Wohlgefühl individuell gewährleistet. Sollte der Phaeton auch über klimatisierte Fauteuils mit Massagefunktion verfügen – es ist ein Traum. Auf langen Reisen sind diese Funktionalitäten das Optimum an Komfort und äußerst angenehm. Ebenso die Sitzheizung, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, besonders bei Ledersitzen ist dies im Winter sehr angenehm. Ist der Phaeton auch noch mit einer Standheizung ausgestattet, so kann die Einschaltzeit entweder vorprogrammiert werden oder  mit der Funkfernbedienung aus bis zu 600 Metern Entfernung aktiviert werden. Dann ist beim Betreten – respektive Besitzen – die Bel Etage mit dem kathedralen Raumgefühl bereits einladend temperiert.

Die elektronischen Helferlein im Verborgenen, machen dem Fahrer und seinen Mitreisenden das Leben so  angenehm und gemütlich, aber Gnade demjenigen Gott, wenn mal etwas nicht funktionieren sollte; das kann in elektronische Schrecknissen ausarten, die auch den Geldbeutel strapazieren…

Insgesamt haben die Interieur-Designer – oder waren es Innenarchitekten aus einem der angesagten Einrichtungshäuser? – einen fulminanten Wohlfühltempel geschaffen. Das kann wahrlich behauptet werde, ohne dass man dabei rot wird. So ein stimmungsvolles Ambiente kann nur schwer zu Papier gebracht werden, man muss es selbst erleben, erfahren, spüren.

Ist der Phaeton mit einer Dynaudio-Highend-Anlage ausgestattet, da zaubert dieses Meisterwerk der Klangkunst einen Sound, der fast besser zu sein scheint als die Highend-HiFi-Anlage in der heimischen Wohnzimmerstube. Wenn dieser akustische Traum mit dem 6-fach CD-Wechsler genüsslich hochgefahren wird, da vibriert das ganze Automobil, es klingt wie in einem gewaltigen Musiksaal und der Connaisseur bekommt die Befürchtung, dass es den Rückspiegel von der Frontscheibe heruntervibrieren könnte. Gigantisch!

Der Wählhebel für die Automatik: Ein solides, massiges Monstrum, ein Solitär, der dem Fahrer chromblitzend entgegen ragt. Auf einer verchromten Plakette ist der Motortypus eingeprägt, sei es „V6“, „V8“, „V10“ oder „W12“. Der Wählhebel erinnert an einen Schubhebel eines Passagierjets – wie angenehm liegt die rechte Hand da drauf, der Ellbogen ruht entspannt auf der Mittelarmkonsole. Bewegt der Fahrer diesen „Schubhebel“ in eine andere Stufe – dazu muss der massige Knopf mit dem rechten Daumen an dem Wählhebel gedrückt werden – so ist dieser Akt ein sensorisches Erlebnis; besonders dann, wenn sich der Wählhebel in der rechten Kulisse befindet und der Fahrer manuell die Schaltstufen der 6-Gang-Automatik bedient. Sinnvoll, wenn mit einem der nächst kleineren Gänge der Phaeton bei Bergabfahrten „herunterbremst“ wird, um die Bremswirkung des Motors sinnvoll zu nutzen. Kleiner Nebeneffekt: Man schont die Bremsbeläge und verringert auch die Verschmutzung der Felgen durch den Bremsenabrieb.

Der Wählhebel der Automatik: Groß und griffig – wie ein Schubhebel in einem Passagierjet

Ein weiteres optisches und konstruktives Highlight ist die Öffnungs- und Schließmechanik des Kofferraumdeckels, die bei solchen Fahrzeugen eingebaut wurde, welche mit einer „Gepäckraumklappe mit elektrischer Öffnung und Schließung“ ausgestattet sind. Der Kofferraumdeckel „…kann per integrierter Elektromotorik bequem vom Cockpit aus geöffnet und per Knopfdruck an der Heckklappe geschlossen werden…“. Diese konstruktive Gestaltung und Ausprägung ist von solch erlesener Güte, dass man sich diese Meisterleitung am liebsten ausbauen und in das heimische Wohnzimmer stellen möchte. Da bleibt dann nur der Gang zu dem Volkswagenpartner seines Vertrauens, um sich solch eines aus dem Ersatzteillager käuflich zu erwerben, denn die kinematische Meisterleistung, sie wird ja noch gebraucht.

Auch ein Luxusliner bedarf einer gelegentlichen Pflegeeinheit in Form einer Spa-Anwendung

 

Designklassiker

Zurückhaltend konservative Züge ohne feudale Baukultur – Klassizismus pur mit einem kraftvoll gezeichneten Heck. Von vorne betrachtet eine fast schon spielerisch filigrane Anmutung, eine überaus ästhetische Erscheinung mit gerundeten, sensuellen Kanten. Das Heck, naja, es könnte schöner geformt sein, es wirkt auf den Betrachter ziemlich massig. Die Leuchteinheit hat auch etwas Bombastisches, wenn die runden Bremslichter dramatisch zum Aufleuchten gebracht werden. Das ist schon irgendwie sexy. Ein ähnliches Leuchtendesign hatte auch der VW Touareg der Anfangsjahre, der Oberklassen SUV von Volkswagen. Das Äußere des Phaetons ist zeitlos, selbst die ersten Modelle aus dem Jahre 2002 sehen heute immer noch frisch und keineswegs altbacken aus.

Das monströse Heck mit der nicht gerade kleinen Leuchteneinheit des Phaetons – es hat schon etwas…

… und da steht er – und wartet…

Schlicht, schön, unaufdringlich und klassisch

Es gibt nämlich Automobile, bei denen das optische Haltbarkeitsdatum bereits einige Monate nach der Präsentation abgelaufen zu sein scheint. Nicht so bei dem Phaeton. Es scheint ihm ewige Schönheit und Jugendlichkeit innezuwohnen.

Die Formensprache des Exterieurs entspricht einem eher konservativen, sachlichen, aber auch modernen Vokabular und erhebt nicht den Anspruch, eine Design-Ikone zu werden. Und gerade das erhebt ihn über alle anderen Automobile des Oberklassesegmentes empor: Unaufdringlichkeit. Dieser schwere Luxuskreuzer ist quasi so unscheinbar, dass man ihn auf den ersten Blick schier übersehen könnte. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist dieses Automobil nicht dazu geeignet, das eigene Ego aufzuplustern; er pflegt das gediegene Understatement, und das mit Würde und Charisma. Dieses Premiumautomobil strahlt eine kühle, reduzierte Eleganz aus und symbolisiert in der Gesamtkomposition eigentlich das Idealbild der automobilen Schöpfung.

Perfekte Designsprache – ein Klassiker in der automobilen Historie

Im Grunde hat der Phaeton etwas mit der Bauhaus-Architektur gemeinsam: schlicht, schnörkellos, einfach, keine Opulenz, nicht dekadent und für den Kenner ganz einfach – schön. Diese Residenz auf Rädern darf sehr wohl als zeitlos klassische Schönheit bezeichnet werden, souverän und in sich ruhend.

Der Phaeton gehört von der Namensgebung her – aber nur von dieser (!) – mit Sicherheit nicht zum automobilen Hochadel, der Connaisseur jedoch, ihm ist es egal, ob er in einem Luxusliner aus Stuttgart, München oder Ingolstadt fährt. Ein Phaeton ist ein Phaeton. Basta!

Automobiler Hochadel vor der majestätischen Kulisse des alpinen Hochadels: Den 3 Zinnen

 

Der Niedergang

Wie spricht der Mensch den Namen Phaeton phonetisch korrekt aus? Es gibt deren vielerlei Möglichkeiten – und das ist nicht das Optimale für einen Markennamen. Selbst die Vorstände von Volkswagen wählten die unterschiedlichsten Sprechweisen. Französisch, Schriftdeutsch, ein Gemenge von Beidem oder doch ganz anders artikuliert? Verunsichernde Voraussetzungen, denn blamieren möchte sich der Sprechende auch nicht gerne.

Obwohl die Absatzzahlen deutlich den positiven Prognosen hinterherhinkten, hielt vermutlich Ferdinand Piëch immer seine schützende Hand über den Phaeton. Nachdem er jedoch als Aufsichtsratsvorsitzender von VW im April 2015 gegangen wurde,  war wohl das Schicksal der Limousine besiegelt. Solches unkten die Fachjournalisten schon in den Anfangsjahren, nachdem die Absatzzahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben: Wenn er einmal in dem VW-Konzern nicht mehr das Sagen haben wird, dann ist dieser Verlustbringer (für Volkswagen) weg… Auch in Insiderkreisen war das kein Geheimnis. Prestige hin oder her – solange die Betriebswirte das letzte Wort haben und jedes Profit Center auf Teufel-komm-raus maximale Rendite erzielen muss, dann sieht es für Nischenprodukte, die nicht so gut laufen, schlecht aus. Als Gebrauchtfahrzeug debütierte der Phaeton mit einem gewaltigen Wertverlust und kräftigen Abschlägen gegenüber dem Listenpreis, das trug nicht sonderlich zu einem guten Image bei.

Was fehlte sonst noch? Der einem Fahrzeug in dieser Liga würdige optische Auftritt und ein klangvollerer Name. Der Phaeton hätte sich möglicherweise deutlicher vom Massenhersteller Volkswagen abheben müssen. Dass dies auch nicht immer funktioniert, erlebte ja Daimler mit dem ultimativen Luxusgeschöpf: Maybach. Ein Hersteller wie Daimler, der aus der Asservatenkammer einen äußerst klangvollen Namen wieder an das Tageslicht befördert hatte; dagegen hatte Volkswagen in der Vergangenheit keinen vierrädrigen Blaublütler wie Mercedes seine S-Klasse, die schon eine gewisse emotionale Basis legte.

Der Erfolg des Phaeton scheiterte in erster Linie wohl an dem Umstand, dass es ihm am Premium Image mangelte, gleichwohl er ein Luxuskreuzer der absoluten Extraklasse war. Die Familienmitglieder des Produktportfolios aus dem Hause Volkswagen haben alle einen hohen Wiedererkennungswert. Besonders von vorne und aus einer größeren Entfernung betrachtet, kann man heute kaum den einen vom anderen mehr unterscheiden. Aber das ist eine generelle Malaise bei fast allen Automobilherstellern. Der Phaeton hob sich von der Designsprache nicht deutlich genug von seinen Familienmitgliedern ab – obwohl er möglicherweise als Designklassiker angesehen werden kann.

Volkswagen alimentierte den Phaeton – der letztendlich nicht der erhoffte Renditebringer wurde – mit einer nicht unerheblichen Menge an Euros und das Ganze kristallisierte sich, objektiv betrachtet, als gigantisches Verlustgeschäft heraus. Wir wollen uns an keinen Spekulationen beteiligen, aber das Zuschussgeschäft lag vermutlich in einem niedrigen 5-stelligen Bereich je produziertem Fahrzeug. Aber wie gesagt, das sind nur Mutmaßungen.

Auf dem Weg zum Niedergang nützte es auch nichts mehr, dass Werkswagen zu einem 1% Leasing angeboten wurde. Fahrzeuge, die nur wenige 10.000 Kilometer auf dem Tacho hatten und als Dienstwagen für Führungskräfte bei VW gedient hatten. Sie wurden für eine monatliche Leasingrate von 1% des Gebrauchtwagenmarktwertes angeboten, ein Preis, für den man noch nicht einmal einen Golf leasen konnte. VW wollte, dass die Phaetons auf der Straße rollen. Man konnte sie auch käuflich preiswert erwerben, aber bei dem gigantischen Wertverlust, dem der Phaeton zu eigen war – schierer monetärer Selbstmord. Diese Leasingfahrzeuge waren durchweg äußerst opulent ausgestattet und bevor diese Automobile den neuen Besitzern übergeben wurden, sind sie nochmals auf Herz und Nieren überprüft worden. Nicht in dem Autohaus, bei dem der neue Besitzer den Phaeton orderte, sondern in der Gläsernen Manufaktur in Dresden! Sie wurden aufbereitet und durchliefen noch einmal die komplette Endkontrolle auf der Fertigungsstraße der fabrikneuen Phaetons! Das war beispielhaft.

Selbst die 1%-Leasingangebote haben es letztendlich nicht mehr herausgerissen

Die Fachwelt unkte bis zum Schluss über einen möglichen Nachfolger des Phaeton. Entsprechende Wasserstandsmeldungen kamen aus der Wolfsburger Konzernzentrale – über einen völlig neuen Phaeton, bis hin zu einem rein elektrisch angetrieben Luxusgefährt. Die Spekulationen, sie schossen alle ins Unkraut.

Dann gab es zumindest für den chinesischen Markt einen Nachfolger: den Phideon. Na, ja. Die Chinesen sind in Bezug auf Statussymbole nicht so konservativ wie z.B. der europäische und amerikanische Abnehmer. In China kam der Phaeton sehr gut an und die Gläsernen Manufaktur zu Dresden fuhr aufgrund der hohen Nachfrage erstmalig Zweischichtbetriebe. Nur – auf Dauer nützte dies nichts.

Schade um diesen Meilenstein der Automobilhistorie. Eines ist jedoch sicher: Der Phaeton wird auch wie der Maybach des aktuellen Jahrhunderts zu den ganz großen Klassikern im Automobilbau gerechnet werden. Highend in Perfektion mit einem Höchstmaß an technischer Meisterschaft.

Für die Schönen und Reichen war der Phaeton nie das Objekt der Begierde. Für sie war er nichts zum Angeben und zum Repräsentieren, so wie viele von ihnen das wünschen bzw. brauchen.

Nachdem die Produktion in der Gläsernen Manufaktur in Dresden im Dezember 2001 startete, wurden bis zum Produktionsende – am 18. März 2016 – 84.235 Phaetons gebaut.

Der 18. März 2016. Einer der traurigsten Tage in der Gläsernen Manufaktur in Dresden: Der letzte produzierte Phaeton läuft vom „Band“

 

Ausblick

Der Phaeton, ein Automobil, das deutlich unterschätzt wurde, aber mit außergewöhnlichen Qualitäten aufwartet und restlos überzeugt. Die würdevolle Formensprache – besonders die der letzten Baureihe – altert nicht so schnell und rasant wie seine Zeitgenossen.

Der Phaeton verkörpert erlesene Eleganz und distinguierte Atmosphäre – er strahlt nahezu eine Vollkommenheit automobiler Schöpfung aus. Der Phaeton ist nichts für Menschen die sagen, Autos machen Leute, eher etwas für Kenner und Genießer. Automobil-Gourmets eben, denen es auf die inneren Werte ankommt.

Derzeit ist der Phaeton noch preiswert zu erstehen; zum Teil sind die ersten Jahrgänge bereits im 4-stelligen Euro-Bereich erhältlich, meist mit opulenter Ausstattung.

In ein paar Jahren werden sich die Sammler und Automobil-Aficionados um den Phaeton reißen. Vorausgesetzt, der Trend nach altem Eisen bleibt so erhalten, wie er derzeit zu beobachten ist. Eine negative Begleiterscheinung hätte dies, es wäre von horrenden Preissprüngen begleitet – und zwar nach oben. Aus heutiger Sicht betrachtet ist der Erwerb eines Phaeton ein lohnendes Invest, er ist noch nicht bizarr überteuert und wo die Reise hingehen könnte, das sieht man mehr als deutlich, wenn man die preisliche Entwicklung bei manchen – alten – Automobilen der letzten Jahre betrachtet.

Der Phaeton – ein Luxusliner in der Premiumklasse.

Es ist schade, dass der Phaeton nicht mehr produziert wird. Er ist eines der besten Automobile, die je gebaut wurden

Selbst auf dem Schreibtisch gibt der Phaeton eine exzellente Figur ab – auch wenn es „nur“ ein Modell im Maßstab 1:43 ist

 

 

Text: Ulrich Bänsch

Fotos: Ulrich Bänsch, Volkswagen AG

 

 

 

 

 

 

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