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Träume – eine Wiederentdeckung

Ich möchte Sie heute zu einer Reise animieren, zu einer Tour, welche sich nur in der Imagination – in der Phantasie – abspielt, aber nicht weniger aufregend als eine atemberaubende Bergtour oder eine rasante Motorradfahrt ist. Wir kennen diesen Zustand des Tag-Träumens vielleicht noch aus der Kindheit, in der uns das ganz selbstverständlich war, es zu tun.

Sternenziege

Der Traum auf Leinwand – Sternenziege – Öl auf Leinwand – Ursa Wolf

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Träume sind frei!

Wir sitzen gemütlich auf einem bequemen Sitzmöbel oder liegen auf dem Bett und begeben uns in eine andere Welt: Wir träumen – denken an etwas Schönes, malen uns unser Landhaus aus, lustwandeln in diesem oder empfangen unsere Gäste in selbigem. Es ist eine gedankliche Kreationsmöglichkeit, die uns von unseren Mitgeschöpfen unterscheidet – Tiere z.B. haben zwar auch ein Gehirn, aber sie sind immer im Jetzt und können sich wohl eher nicht irgendwelche Szenarien „erträumen“.

Seine Gedanken schweifen zu lassen, imaginär irgendwo zu sein, hat Tradition. In fast allen Kulturkreisen wird diese oder artverwandte Methoden zur Meditation oder zur Besinnung genutzt. Bei der Beschreitung solch gedanklicher Gehirnübungen konzentriert sich der Geist auf etwas, das momentan nicht real existent ist, weder fühl- noch sichtbar bzw. materiell ist.

Suchen Sie am besten einen ruhigen Ort auf, nehmen Sie eine sehr bequeme Sitzhaltung ein – wenn es sinnvoll ist, auch die Füße auf den Tisch oder einfach ganz aufs Sofa ausstrecken- vielleicht noch eine entspannende Musik – Chillout und Lounge Musik – (ich präferiere hier den Musikgenuss mittels Kopfhörer), schließen Sie die Augen und die Reise kann beginnen. (Das Schlimmste, was dem Genussmenschen jetzt passieren kann, ist ein Handyklingeln oder die Türglocke sowie irgendeine andere Quelle als Störung in der Wohlfühloase.)

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Die Unbegrenztheit der Träume

Wenn Sie sich dann auf den Weg in die Traumwelt begeben, sind Sie in einem Zustand des völligen Versunkenseins in sich selbst. Ein wunderbares Gefühl, das auch lustwandelnde Erholung und eine totale Entspannung vermitteln kann. Sie müssen kein leidenschaftlicher Individualist sein, sondern nur ein bisschen phantasiebegabt, und ihnen fallen die richtigen Gedanken für Ihre träumerische Reise ein.

In der Kindheit ging das nämlich auch, nur haben wir es in unserer leistungsorientierten Gesellschaft verlernt, vergessen oder es ist ganz einfach nicht opportun, dies als Erwachsener, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht, zu praktizieren. Und das vor anderen einzuräumen – ein Ding der Unmöglichkeit. Man möchte sich auf gar keinen Fall blamieren, sich schämen müssen oder sich dem Gespött seiner Mitmenschen ausliefern.

Muss ja auch keiner wissen, ob wir uns dem Musikgenuss hingeben oder wir uns schlicht in einer Phase des Nachdenkens befinden.

Andrerseits: Wenn keiner darüber spricht, woher soll man eigentlich wissen, ob es nicht viele Träumer gibt, vielleicht sitzt neben Ihnen gerade einer…?

Träume sind mehr als Schäume: Sie sind Ausdruck unserer Kreativität, unserer Schöpferkraft und sie sind eine Form der Meditation, welche bekanntlich sogar physisch gesund erhält und psychisch einfach glücklich macht.

Im Übrigen ist noch nie etwas entstanden, ohne vorher erträumt worden zu sein – man denke an Leonardo da Vincis Traum vom Fliegen – oder war Ikarus der erste, der – wenn auch missglückt – das Fliegen zu realisieren versuchte?

Menschen, die sich den Tagträumereien mit Realitätssinn hingeben seien wesentlich motivierter, so sagen das einschlägig vorbelastete Psychologen. Ob das stimmt oder nicht kann ich nicht beurteilen.

In unserer entwurzelten Gesellschaft sollte der Mensch jeden Abschnitt des Lebens mit Leidenschaft leben, erinnern wir uns und begeben uns öfter in die Zeitkapsel „Nostalgie-Wallfahrt zurück in die Kindertage“. Wie unbefangen gingen wir damals an die Dinge heran, wie neugierig waren wir auf den Tag, wie aufregend war das Leben – holen wir es uns wieder, dieses unbeschwerte Gefühl, dieses Vertrauen ins Leben, dieses unbedingte im Jetzt sein!

Träumen – in diesem Stand-by-Zustand, der ideal zum Tiefenentspannen zwischendurch ist, befindet man sich unweigerlich in einer stillen Oase der Erholung. Dieses spirituelle Auftanken ist eine emotionale Bereicherung, es sind entspannende Streicheleinheiten für Körper, Geist und Seele, wenn der Mensch mit den Gedanken in die Vergangenheit, in die Zukunft oder in sonstige Fernen schweift und alles bunt ausschmücken kann in seiner Phantasie.

Es sind unbeschwerte Momente, in denen man wieder Kraft tanken kann an seinem ganz persönlichen, verträumten Rückzugsort.

Der Geist ist frei – gönnen Sie sich die Träumereien, sie werden Ihnen gut tun und bald werden Sie diese Art von Wellness nicht mehr missen wollen!

 

KLASSIK Lust Profil

Unbegrenzt, es liegt ganz alleine in der Fantasie des Menschen und kostet nichts. Außer man genießt die Mußestunden mit Musik und da sind die Kosten eher rudimentär.

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Eine Sinn Oase zum perfekten Träumen

Text: Ulrich Bänsch

Fotos: Ursa Wolf, Ulrich Bänsch

 

 

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