Vier Augen blicken in die Welt: Mercedes-Benz Baureihe W 210 von 1995. Four-eyed view of the world: Mercedes-Benz W 210 series of 1995.

Mit vier Augen: die Baureihe 210 (1995 bis 2003)

  • Ausgezeichnet mit dem renommierten „red dot“ -Designpreis
  • Vorzüglicher Luftwiderstandsbeiwert von cW=0,27
  • Erstmals ein Dieselmotor mit Direkteinspritzung
  • Sonderschutzausführungen in der mittleren Baureihe
Als die neue E-Klasse der Baureihe 210 im Juni 1995 debütiert, blickt die Limousine mit einem ganz neuen Gesicht in die Welt: Erstmals trägt eine E-Klasse von
Mercedes-Benz eine markante Frontpartie mit vier elliptischen Scheinwerfern. Für Aufsehen sorgt außerdem die coupéähnliche Heckgestaltung. Beide Designelemente, die sich deutlich von der vergleichsweise strengen Linienführung der Baureihe 124 abheben, werden von Fachleuten und Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen. Prompt wird die Limousine W 210 mit dem renommierten Designpreis „ red dot design award“ (Designpreis Roter Punkt) ausgezeichnet. Die neue E-Klasse zeichnet sich jedoch nicht nur durch ihre unverwechselbare Gestalt, sondern durch den Einsatz von mehr als 30 technischen Neuerungen aus. Bemerkenswert ist außerdem der sensationell niedrige Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,27.

Vier Augen: Die Kombination aus vier elliptischen Scheinwerfern bestimmt das Gesicht der Mercedes-Benz E-Klasse Baureihe 210 (1995 bis 2003). 1993 wurde das Design erstmals in der Coupé-Studie präsentiert

Gänzlich neu ist auch die Organisation der Ausstattung: Von der
C-Klasse-Baureihe 202 übernehmen die Planer das Konzept verschiedener Design- und Ausstattungslines. Zur Auswahl stehen die drei Varianten Classic, Elegance und Avantgarde. Gegenüber der Basisversion Classic, die sich durch ihr bewusst zurückhaltendes Auftreten auszeichnet, bietet die Elegance-Variante eine Reihe von Zusatzausstattungen für Interieur und Exterieur. Erwähnenswert sind dabei Leichtmetallräder im Zehnloch-Design sowie Chromauflagen auf Türgriffen, Stoßfängern und den seitlichen Schutzleisten. Die Avantgarde-Linie ist die technisch-progressive Modellvariante, die sich auch optisch spürbar von den beiden anderen Versionen abhebt. Am deutlichsten erkennbar ist die abweichende Kühlermaske, die fünf Chromstäbe und hochglänzend schwarz lackierte Lamellen zeigt. Ein weiterer Unterschied betrifft die Verkleidungen der B-Säulen, die mit einer Farbverlauffolie in Wagenfarbe versehen sind. Die Chromauflagen der Türgriffe, Stoßfänger und Flankenschutz-Leisten entsprechen der Elegance-Variante. Avantgarde-Fahrzeuge zeichnen sich aber auch durch einige technische Zusatzausstattungen aus: Sie sind serienmäßig tiefergelegt und mit Sportfahrwerk sowie Breitreifen auf 16-Zoll-Leichtmetallrädern im Fünfloch-Design ausgerüstet. Zur Serienausstattung gehören außerdem neuartige Xenon-Scheinwerfer mit Gasentladungslampen und dynamischer Leuchtweitenregulierung, die bei den anderen Varianten auf Wunsch erhältlich sind. Für Kunden, die auf ein besonders dynamisches Erscheinungsbild ihres Fahrzeugs Wert legen, wird zusätzlich zu den drei Design- und Ausstattungslines eine AMG-Version angeboten.

Eleganter Innovationsträger: Die Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe W 210 wird 1995 vorgestellt

Extras für Sicherheit und Komfort als Serienausstattung
Allen Varianten ist eine besonders reichhaltige Serienausstattung gemeinsam, darunter zwei Dutzend Extras, die in der bisherigen E-Klasse nicht oder nur als Sonderausstattung erhältlich sind. Dazu gehören das Elektronische Traktionssystem (ETS), ein elektronisches Fahrberechtigungssystem, elektrische Fensterheber vorn und hinten, Außentemperaturanzeige, Staubfilter und die dritte Bremsleuchte auf der Hutablage. Auch auf dem Gebiet der Fahrzeugsicherheit markiert die neue E-Klasse den Stand der Technik. Dank einer optimierten Karosseriestruktur mit großen Deformationszonen und noch wirksameren Rückhaltesystemen im Innenraum sind die Limousinen der Baureihe 210 in ihrer Gesamtkonzeption die sichersten Automobile ihrer Klasse.
Als weltweit erster Automobilhersteller setzt Mercedes-Benz in der
E-Klasse serienmäßig Gurtkraftbegrenzer ein. Der Seitenaufprallschutz wird durch den Einsatz eines neu entwickelten Sidebags noch besser. Zu den zahlreichen anderen innovativen Systemen, die in der E-Klasse Premiere feiern, gehört ein Regensensor für die Scheibenwischer, ein Luftgütesensor für die Klimatisierungsautomatik und die Ultraschall-Einparkhilfe Parktronic (PTS).

Dieselkraft der Zukunft: 1998 kommt die CDI-Technik in der mittleren Baureihe 210 an, hier ein Mercedes-Benz E 220 CDI

Acht Varianten zum Start
Das Typenprogramm der E-Klasse umfasst zunächst acht Modelle: Drei davon haben einen Dieselmotor, nämlich die Typen E 220 Diesel (70 KW/95 PS), E 290 Turbodiesel (95 kW/129 PS) und E 300 Diesel (100 kW/136 PS). Mit Ottomotor ausgerüstet sind die Modelle E 200 (100 kW/136 PS), E 230 (110 kW/150 PS), E 280 (142 kW/193 PS),
E 320 (162 kW/220 PS) und E 420 (205 kW/279 PS). Ausschließlich für den Export nach Italien wird der Typ E 250 Diesel produziert, eine vierte Selbstzünder-Variante, die vom bewährten Fünfzylindermotor mit Vierventiltechnik angetrieben wird. Die Palette aus Reihenmotoren mit vier, fünf und sechs Zylindern sowie einem V8 besteht im Wesentlichen aus bekannten Aggregaten, die sich bereits in den Baureihen 124 und 202 bewähren und im W 210 in mehr oder weniger abgewandelten Ausführungen zum Einsatz kommen.
Bei den Dieselmotoren ist der 2,9-Liter-Reihenfünfzylinder OM 602 DE 29 LA eine echte Neuheit: Erstmals wird in einem Mercedes-Benz Pkw ein Dieselmotor mit Direkteinspritzung eingeführt, der außerdem mit Abgas-Turbolader und Ladeluftkühlung ausgerüstet ist. Gegenüber dem nahezu hubraumgleichen Dreiliter-Saugmotor mit Vorkammereinspritzung zeichnet sich die mit konventioneller Zweiventiltechnik ausgestattete Neuentwicklung durch ein deutlich höheres Drehmoment bei niedrigerem Kraftstoffverbrauch aus. Das außerordentlich hohe Drehmoment, das bereits bei 2000/min zur Verfügung steht, liefert der Abgas-Turbolader in Verbindung mit einer Ladeluftkühlung unter Verzicht auf eine hohe Nennleistung. Der neue Motor ist der erste Schritt von Mercedes-Benz bei der Einführung von direkteinspritzenden Pkw-Dieselmotoren für komfortorientierte Kunden.
Mehr Drehmoment ist auch das Ziel der Modifikationen, die den Ottomotoren für den Einsatz in der Baureihe 210 zuteil werden. Dazu gehören Veränderungen der Brennraumgeometrie (Typ E 200), Hubraumvergrößerungen (Typ E 230) und Veränderungen an der Einspritzanlage (Typen E 200 und E 420). Die Einspritzanlage des 4,2-Liter-V8 wird dabei auf HFM-Motorsteuerung umgerüstet, bei der mit Hilfe der Heißfilm-Luftmassenmessung sehr exakt die aktuelle Frischluftmasse ermittelt wird. Außerdem sind die Steuerungsfunktionen für Einspritzung, Zündung und E-Gas nun in einem Steuergerät des Typ Bosch Motronic 1.0 zusammengefasst. Damit kann auch die elektronische Getriebesteuerung des neuen Automatikgetriebes, mit dem der Typ E 420 ab Serienbeginn ausgerüstet wird, in das Motormanagement integriert werden.
Der Sportler aus der E-Klasse
Ein halbes Jahr nach Markteinführung der E-Klasse ergänzt eine besonders sportliche Version das Verkaufsprogramm. Der Typ E 50 AMG hat einen 255 kW (347 PS) starken Fünfliter-V8-Motor, der eine Weiterentwicklung des Fünfliter-Aggregats des Typ E 500 (W 124) bzw. des SL 500 (R 129) ist. Dazu kommt die umfangreiche Sportausstattung einschließlich Sportfahrwerk, Leichtmetallrädern mit Breitreifen und AMG-Styling. Der Typ E 50 AMG, der als legitimer Nachfolger des Typ E 500 aus der Baureihe 124 fungiert, wird wie der Typ E 420 von Serienbeginn an ausschließlich mit dem neuen elektronisch gesteuerten Fünfgang-Automatikgetriebe geliefert, das auch in den Achtzylinder- und Zwölfzylindermodellen der S-Klasse- und SL-Reihe eingesetzt wird.
Im Juni 1996 löst das neue elektronisch gesteuerte Fünfgang-Automatikgetriebe auch bei den Vier- und Fünfzylindermodellen die Nachfolge der älteren Automatikgetriebe mit hydraulischer Steuerung ab. Die neue Getriebegeneration senkt den Kraftstoffverbrauch, bietet mehr Komfort, erhöht noch einmal Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer und reduziert schließlich die Wartungskosten. Komfortabler abgestimmt wird zur gleichen Zeit auch der Zweiliter-Vierzylindermotor aufgrund einer im Betrieb verstellbare Einlassnockenwelle.

Zugpferd: Das T-Modell der Mercedes-Benz Baureihe 210 (1995 bis 2003) ist auch für große Transportaufgaben gerüstet

1996: Das T-Modell der Baureihe S 210 ist ein eleganter Raumriese
Das neue T-Modell der E-Klasse folgt der Limousine im Mai 1996. Wie seine Vorgänger nimmt das Fahrzeug die charakteristischen Design-Merkmale der Limousinen auf. Der S 210 zeichnet sich allerdings durch ein besonders großes Platzangebot im Innenraum aus. Das verbessert Komfort und Bewegungsfreiheit der Passagiere, während zugleich das Ladevolumen um 70 Liter wächst. Wie bei der Limousine stehen die Design- und Ausstattungslinien Classic, Elegance und Avantgarde zur Auswahl.

Moderne Idylle: Die Baureihe 210 (1995 bis 2003) von Mercedes-Benz ist ein Heim für die Fahrt zum Großeinkauf

Im T-Modell kommen alle technischen Innovationen zum Einsatz, die auch die
E-Klasse-Limousine auszeichnen. Zusätzlich legen die Ingenieure besonderen Wert auf die passive Sicherheit. Dazu entwickeln sie eine völlig neue Rohbaustruktur, die unter anderem mit einer massiv verstärkten Struktur den Tank bei Heck-Kollisionen schützt. Auch die Tragteile der Rücksitzlehne und deren Verriegelung sowie Verankerungen sind stabil ausgeführt. Darüber hinaus gehören vollwertige Kopfstützen im Fond, drei Dreipunktgurte und Verzurrösen zur Sicherung des Ladeguts zur Serienausstattung des T-Modells.

Elegantes Raumwunder: Das T-Modell (Baureihe S 210) der Mercedes-Benz E-Klasse wird 1996 vorgestellt

Unter der Motorhaube des T-Modells der E-Klasse arbeiten die gleichen Triebwerke, die auch in den Limousinen zum Einsatz kommen. Bei Markteinführung stehen zunächst der 2,9-Liter-Turbodiesel, die beiden Vierzylinder-Ottomotoren mit zwei und 2,3 Liter Hubraum und, erstmals im T-Modell, das 4,2-Liter-V8-Triebwerk mit serienmäßigem Fünfgang-Automatikgetriebe zur Verfügung. Für den Export nach Italien wird außerdem eine Variante mit 2,5-Liter-Dieselmotor produziert. Die Vierzylinder- und Fünfzylindermodelle haben serienmäßig Fünfgang-Schaltgetriebe; auf Wunsch ist das neue Fünfgang-Automatikgetriebe mit schlupfgesteuerter Wandler-Überbrückungskupplung und elektronischer Steuerung erhältlich.
1996: Limousine in Langversion
Eine Limousine mit langem Radstand entsteht 1996 zunächst als Einzelstück für das thailändische Königshaus. Dieser Typ E 320 lang wird von Daimler-Benz und Binz gemeinsam entwickelt und als Sechstürer mit einer dritten vollwertigen Sitzreihe ausgeführt, die Radstandverlängerung beträgt 97 Zentimeter. Wegen der großen Nachfrage, vor allem aus dem Ausland, wird die Langversion der E-Klasse seit Ende 1996 von Binz in Eigenregie als Serie produziert. Damit knüpft der Aufbauhersteller aus Lorch an eine dreißigjährige Tradition an: Seit 1966 gibt es verlängerte Ausführungen der Mercedes-Benz Mittelklasse-Limousinen, deren Entwicklung und Produktion stets in Gemeinschaftsarbeit beider Häuser erfolgte. Binz bietet Langversionen sämtlicher Fünf- und Sechszylindertypen mit Otto- oder Dieselmotor an, lieferbar ist dabei außer der sechstürigen Ausführung mit drei Sitzreihen in Fahrtrichtung auch eine viertürige Version mit Vis-à-Vis-Sitzanordnung im Fond.
Erstmals Sonderschutz-Versionen der mittleren Klasse
Eine weitere, ebenfalls recht exklusive Variante der Baureihe 210 wird seit April 1995 in einer eigenen Abteilung im Werk Sindelfingen produziert: Weitgehend in Handarbeit entstehen dort E-Klasse Limousinen in Sonderschutz-Ausführung. Erstmals in der Geschichte des Hauses gibt es damit Modelle der mittleren Typenreihe in beschussgesicherter Ausführung ab Werk. Diese Variante trägt der steigenden Nachfrage im Segment der oberen Mittelklasse Rechnung und kommt jenen Kundengruppen entgegen, die ein gesteigertes Schutzbedürfnis haben, aber selbst fahren wollen. Um trotz des erheblichen Mehrgewichts der Schutzelemente die gewünschten Fahrleistungen erzielen zu können, werden nur die leistungsstärksten Modelle angeboten: Zunächst der Typ E 420, der im September 1997 vom Typ E 430 abgelöst wird. Seit März 1997 gibt es darüber hinaus eine Version mit einem leichteren Schutzkonzept, das der Schutzklasse B4 entspricht und weitgehende Sicherheit vor Faustfeuerwaffen bietet. Diese Variante ist nicht nur als Achtzylindermodell lieferbar, sondern wird seit Herbst 1997 auch mit 3,2-Liter-V6-Motor angeboten. Grundlage für die hohe Wirksamkeit des Sicherheitskonzepts ist auch, dass die speziellen Schutzelemente wie bei den Fahrzeugen der Schutzklasse B6 bereits während des laufenden Produktionsprozesses nahtlos in die Karosseriestruktur eingefügt werden. Dadurch wird ab Werk ein Sicherheitsstandard realisiert, der mit einer nachträglichen Sonderschutz-Ausrüstung nicht erzielt werden kann.

Konstante in der Landschaft: Für viele Jahre schmückt die Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe 210 (1995 bis 2003) die Straßen dieser Welt

Kontinuierlicher Ausbau der Modellpalette
Für eingeschränkte Marktsegmente produziert Mercedes-Benz seit 1996 den Typ
E 200 Diesel (Export nach Portugal) und die Taxiversion des Typ E 220 Diesel mit einem leistungsreduzierten Motor, der 55 kW (75 PS) mobilisiert und ausschließlich in Pflanzenölmethylester-Ausführung geliefert wird.
Im Lauf des Jahres 1997 wird dann die Motorenpalette der E-Klasse, verteilt auf zwei Neuheitentermine, grundlegend modernisiert. Im März erleben zunächst die Typen
E 280 und E 320 ihre Markteinführung; beide sind nun mit V6-Motoren ausgerüstet, die als erste Vertreter der neuen Baureihe M 112 die Nachfolge der bewährten Reihensechszylinder-Aggregate gleichen Hubraums antreten. Die von Grund auf neu konstruierten V6-Motoren werden im hochmodernen Motorenwerk Bad Cannstatt produziert und zeichnen sich durch eine Reihe wegweisender Innovationen aus. Eine intelligente Auswahl von Leichtbaumaterialien ermöglicht gegenüber den Reihenmotoren eine Gewichtsersparnis von 25 Prozent, und die weltweit erstmals verwendeten Leichtmetall-Laufbuchsen tragen aufgrund ihrer besonders reibungsarmen Oberfläche zu einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei. Die Schadstoffemissionen werden durch den Einsatz von Dreiventil-Technik und Doppelzündung deutlich reduziert. Der Verzicht auf ein Auslassventil verringert die Wärmeverluste im Abgasstrom und schafft genügend Platz für eine zweite Zündkerze, die im Interesse kurzer Brennwege und optimaler Verbrennungssteuerung vorteilhaft ist, um aktuelle Abgasgrenzwerte zu erfüllen. Insgesamt senken diese Maßnahmen den Kraftstoffverbrauch um neun bis 13 Prozent. Ein weiteres Novum der
V6-Triebwerke ist das Aktive Service System ASSYST, das die Ölqualität im Motor kontinuierlich analysiert. Dies ermöglicht bedarfsgerechte Wartungsintervalle, die den tatsächlichen Einsatzbedingungen entsprechen und sich dadurch von 15 000 Kilometer auf durchschnittlich 22 500 Kilometer verlängern.

Schöner fahren mit Common-Rail-Technik: 1998 kommt die CDI-Technik in der mittleren Baureihe 210 an, hier ein Mercedes-Benz E 200 CDI

Allrad in der E-Klasse
Beide neuen Sechszylindermodelle sind auch in einer allradgetriebenen Variante verfügbar, die unter der bereits von der Baureihe 124 bekannten Bezeichnung 4MATIC angeboten wird. Trotz der Namensgleichheit bestehen aber grundlegende Unterschiede zwischen beiden Antriebssystemen: Konzipiert als permanenter Allradantrieb, ist die neue 4MATIC mit dem Elektronischen Traktionssystem ETS kombiniert, das die herkömmlichen Differentialsperren konventioneller Allradfahrzeuge ersetzt. ETS schaltet sich automatisch ein, wenn mindestens ein Rad auf glattem Untergrund durchdreht, und erhöht solange den Bremsdruck an diesem Rad, bis eine vorgegebene Geschwindigkeits-Differenz erreicht ist. Dadurch wird das Antriebsmoment an den Rädern mit guter Fahrbahnhaftung erhöht und ein Höchstmaß an Traktion erreicht.
Entwickelt werden die neuen 4MATIC-Modelle in Kooperation mit der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik GmbH, in deren Werk Graz in Österreich auch die Produktion erfolgt. Rohkarosserie, Motor, Getriebe, Hinterachse und Inneneinrichtung werden dabei von Daimler-Benz bereitgestellt, während die allradspezifischen Komponenten von der SFT produziert oder beschafft werden. Das deutsch-österreichische Gemeinschaftsprojekt entsteht auf der Grundlage einer seit mehr als 20 Jahren erfolgreichen Zusammenarbeit bei Entwicklung und Produktion der Geländewagen der G-Klasse (Baureihen 460 bis 463). Die Markteinführung der neuen 4MATIC-Modelle erfolgt in zwei Stufen: Der Typ E 280 hat im Dezember 1996 Premiere, die Variante mit 3,2-Liter-Motor kommt im Juni 1997 zur Auslieferung.

Fünf Zylinder mit CDI-Technik: Der Mercedes-Benz E 270 CDI der Baureihe 210 debütiert 1999, sein Motor leistet 125 kW (170 PS)

1997: Neue Diesel-Kraft
Gleichzeitig mit den beiden V6-Modellen wird im März 1997 ein neuer Dieselmotor in der E-Klasse eingeführt: Der bereits aus der S-Klasse und dem Geländewagen bekannte 130 kW (177 PS) starke Dreiliter-Vierventil-Turbodiesel mit Ladeluftkühlung ersetzt den Saugmotor gleichen Hubraums und macht den Typ E 300 Turbodiesel zum bislang stärksten und schnellsten Diesel-Pkw (220 km/h Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,9 Sekunden). Trotz deutlich verbesserter Fahrleistungen sinken Kraftstoffverbrauch und Schadstoff-Emission gegenüber dem Vorgängermodell spürbar.
Im März 1997 erfährt die E-Klasse eine ganze Reihe von Ausstattungsverbesserungen, welche die gesamte Typenpalette der Baureihe 210 mit Ausnahme der V8-Modelle betreffen. Dazu gehört das Fahrberechtigungssystem ELCODE, das Diebstahlschutz und Komfort perfektioniert und über einen elektronischen Tür- und Zündschlüssel bedient wird, sowie der Bremsassistent BAS, der in der Lage ist, Notbremsungen zu erkennen und bei Bedarf automatisch und in kürzerer Zeit als bisher die maximale Bremskraftunterstützung aufzubauen.

Bärenstark: Der Mercedes-Benz E 320 CDI ist mit seinem 3,2-Liter-Motor im Jahr 1999 der stärkste Dieseltyp der Baureihe 210

1997: Neue Modelle
Gleich mit drei neuen Typen verjüngt Mercedes-Benz auf der Frankfurter IAA im September 1997 die Modellpalette der E-Klasse. Der 125 kW (170 PS) starke Typ
E 240 mit V6-Motor ist als Nachfolger des Vierzylindermodells E 230 positioniert und ermöglicht E-Klasse-Kunden einen preisgünstigen Einstieg in das Sechszylinder-Segment. Für den Export und für ckd-Lieferungen wird der Typ E 230 allerdings nach wie vor produziert. Der Typ E 430 (205 kW/279 PS) hat einen V8-Motor der Baureihe
M 113 mit Dreiventiltechnik, Doppelzündung und reibungsarmen Leichtmetall-Laufbuchsen. Schließlich tritt als Nachfolger des Typ E 50 AMG der neue E 55 AMG an, dessen 260 kW (354 PS) starker 5,5-Liter-V8-Motor von AMG stammt.
Für den Export ergänzen die neuen Typen E 200 KOMPRESSOR und E 250 Turbodiesel das Stuttgarter Programm. Sie werden ausschließlich nach Griechenland, Italien und Portugal verkauft, wo diese Exportmodelle aus steuerlichen Gründen anstelle hubraumstärkerer Varianten erhältlich sind.

Mobiles Monument: Dem Design der Mercedes-Benz Baureihe 210 (1995 bis 2003) kann sich kaum einer entziehen

1998: Common-Rail-Technik in der E-Klasse
Die Typen E 200 CDI und E 220 CDI markieren im Juni 1998 den Einzug der hochmodernen CDI-Technik von Mercedes-Benz in die E-Klasse. Beide Modelle erhalten in Leistung und Drehmoment unterschiedlich ausgelegte Varianten des bereits in der C-Klasse verwendeten 2,2-Liter-CDI-Motors. Der 75 kW (102 PS) starke Typ E 200 CDI ersetzt den seitherigen Typ E 220 Diesel mit Vorkammer-Saugmotor, und der Typ E 220 CDI mit 92 kW (125 PS) ergänzt die Modellpalette. Die neuen Motoren zeichnen sich neben vorbildlicher Drehmoment-Charakteristik und guten Fahrleistungen vor allem durch niedrigen Verbrauch und geringe Abgasemissionen aus. Mit Markteinführung der CDI-Typen ist der bisherige Typ E 220 Diesel nur noch als leistungsreduzierte Taxi-Variante mit 55 kW (75 PS) und ausschließlich in Pflanzenölmethylester-Ausführung erhältlich. Gleichzeitig wird auch die Produktion des Exportmodells vom Typ E 200 Diesel eingestellt.
Fahrgestelle mit langem Radstand für Aufbauten
Der Jahrzehnte alten Tradition folgend, bietet Mercedes-Benz auch die Baureihe 210 als Fahrgestelle mit Teilkarosserie an. Wie ihre Vorgängermodelle aus der Baureihe 124 basieren diese Fahrgestelle auf den entsprechenden T-Modellen. Erstmals ist dabei keine Variante auf normalem Radstand mehr verfügbar, geliefert wird nur noch die verlängerte Ausführung, deren Bedeutung im Vergleich zum kurzen Fahrgestell über die Jahre stetig zugenommen hatte. Die Radstandverlängerung des Fahrgestells VF 210 gegenüber dem zugrundeliegenden T-Modell beträgt knapp 74 Zentimeter. Von 1996 an ist zunächst der Typ E 290 Turbodiesel als Fahrgestell verfügbar, später folgen die Typen E 250 Diesel (für den Export nach Italien), E 280 und E 220 CDI.
Ein Novum ist auch, dass die Fahrgestelle mit Teilkarosserie nicht mehr direkt bei Daimler-Benz gefertigt werden. Systemlieferant ist vielmehr die Firma Binz in Lorch, die vom Werk Sindelfingen Rohkarossen der T-Limousine bezieht, die Radstandverlängerung einschließlich der erforderlichen Verstärkungen vornimmt und anschließend die verlängerte Teilkarosserie komplett mit Mechanik, Elektrik und Inneneinrichtung versieht. Die fertigen Fahrgestelle werden dann entweder über das Werk Sindelfingen an die verschiedenen Aufbauhersteller ausgeliefert, oder sie verbleiben direkt in Lorch, wo der Ausbau zu Binz-Krankenwagen erfolgt, seit September 1996 auch zu Binz-Langversionen des T-Modells. Weitere Aufbau-Hersteller, mit denen Daimler-Benz seit vielen Jahren zusammenarbeitet und die auch auf Basis des VF 210 Krankenwagen anbieten, sind die Firmen Miesen in Bonn und Visser im niederländischen Leeuwarden. Analoges gilt auf dem Bestattungswagen-Sektor für die Karosseriebau-Unternehmen Pollmann in Bremen, Rappold in Wülfrath, Stolle in Hannover und Welsch in Mayen.
1999: Modellpflege
Mercedes-Benz frischt das Design der E-Klasse 1999 nach vier Jahren Produktionszeit und rund einer Million verkaufter Modelle auf. Zugleich präsentiert die modellgepflegte Baureihe 210 neue CDI-Dieselmotoren, serienmäßige Window-Bags sowie weiter verbesserte elektronische Assistenz-Systeme. Insgesamt werden mehr als 1800 Bauteile des weltweit erfolgreichsten Automobils in diesem Marktsegment verändert oder verbessert. Trotz dieser deutlich erweiterten Serienausstattung steigen die Preise von Limousine und T-Modell nur um durchschnittlich 2,9 Prozent, sodass
Mercedes-Benz Kunden letztlich finanziell profitieren: Der Preisvorteil beträgt je nach Modellversion bis zu 2800 DM.
Das markante Vier-Augen-Gesicht, mit dem die E-Klasse 1995 Design-Trends setzte, ist mit Feingefühl neu geschminkt: Die Front des W 210 verstärkt den dynamischen Auftritt von Limousine und T-Modell durch eine leicht abgesenkte Frontpartie mit neu gestalteter Motorhaube, Kühlermaske und Stoßfängerverkleidung, die jetzt nahtlos in die Karosserie integriert ist. Auch die vorderen Kotflügel erscheinen in leicht modifiziertem Design, das eine flachere und tiefere Einbauposition der Scheinwerfer ermöglicht. Außenspiegelgehäuse, Heckleuchten und Dachreling des T-Modells werden ebenfalls formal angepasst.

Raumangebot: Die Mercedes-Benz Baureihe W 210 (1995 bis 2003) bietet Platz in Hülle und Fülle – und viel Bequemlichkeit auch auf der langen Fahrt

Dickes Drehmoment aus CDI-Motoren
In der E-Klasse feiern zwei neue Dieselmotoren mit fünf und sechs Zylindern Premiere, die sich durch Common-Rail-Direkteinspritzung, Ladeluftkühlung und Turbolader mit variabler Turbinen-Geometrie auszeichnen. Der Typ E 270 CDI leistet 125 kW (170 PS) und entwickelt von 1600/min an ein maximales Drehmoment von
370 Newtonmetern. Das sind rund 23 Prozent mehr als beim bisherigen Fünfzylinder-Dieselmotor. Ebenso vorbildlich ist der Kraftstoffverbrauch von nur 6,9 Litern je 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch der Limousine).
Eine noch größere Durchzugskraft entfaltet der ebenfalls neue Typ E 320 CDI mit sechs Zylindern. Von 1800/min an stellt der 145 kW (197 PS) starke Diesel-Direkteinspritzer sein maximales Drehmoment von 470 Newtonmetern zur Verfügung und hält diesen Wert bis 2600/min konstant. Damit übertrifft der 3,2-Liter-Motor den Drehmomentwert des bisherigen Sechszylinder-Dieselmotors in der E-Klasse um mehr als 42 Prozent und stellt zugleich einen neuen Bestwert unter den vergleichbaren Pkw-Triebwerken. Im europäischen Fahrzyklus begnügt sich der Sechszylinder mit
7,8 Litern je 100 Kilometer (NEFZ-Gesamtverbrauch, Limousine).

Gutes Sitzen, gutes Fahren: Multikontursitz mit Verstellmöglichkeiten aus der Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe 210 (1995 bis 2003) als Schnittmodell

Breite Palette treibender Kräfte
Insgesamt stehen 1999 in dieser Mercedes-Modellreihe zehn Triebwerke mit einem Leistungsspektrum von 85 kW (115 PS) bis 260 kW (354 PS) zur Auswahl. Zum Motorenprogramm der E-Klasse gehören auch weiterhin die bewährten Benzinmotoren mit vier, sechs und acht Zylindern. Neben den Typen E 280 und E 320 ist künftig auch der Achtzylindertyp E 430 (Limousine sowie T-Modell) auf Wunsch mit dem innovativen Allradantrieb 4MATIC lieferbar.
Die beiden sparsamen Vierzylinder-CDI-Motoren, die Mercedes-Benz seit Juli 1998 in der E-Klasse anbietet, erhalten den neuen variablen Turbolader. Das lässt die Leistung der Diesel-Triebwerke um bis zu 14 Prozent wachsen: Der Typ E 200 CDI leistet jetzt 85 kW (115 PS) und der Typ E 220 CDI 105 kW (143 PS). Gleichzeitig verbessert sich das Drehmoment der Vierzylinder.

Crash-Test im Computer: Bei der Konstruktion der Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe W 210 (1995 bis 2003) setzten die Ingenieure auf moderne Technik

Schaltzentrale mit sechs Gängen
Für die Diesel- und Ottomotoren bis 2,8 Liter Hubraum entwickelt Mercedes-Benz ein neues Sechsgang-Schaltgetriebe als Serienausstattung. Der sechste Gang ist als Schongang ausgelegt. Dank aufwändiger Mehrfachkegel-Synchronisation für die Gänge eins bis vier zeichnet sich das neue Getriebe durch hohen Schaltkomfort aus. Die Schaltkräfte verringern sich gegenüber dem bisherigen Fünfgang-Getriebe um mehr als 25 Prozent.
Das Fünfgang-Automatikgetriebe ist jetzt serienmäßig mit einer elektronisch überwachten Tipp-Schaltung ausgerüstet, die den Bedienungskomfort deutlich verbessert.

Die Mercedes-Benz Baureihe S 210 von 1995 setzte die Erfolgsgeschichte der E-Klasse T-Modelle fort

Noch mehr Individualität
Das erfolgreiche Konzept der Design- und Ausstattungs-Lines setzt Mercedes-Benz konsequent fort. Die Varianten Classic, Elegance und Avantgarde unterscheiden sich jetzt durch noch individuellere Gestaltung, was ihren eigenständigen Charakter verstärkt. Alle Lines basieren auf einer deutlich erweiterten Serienausstattung, die jetzt neben innovativen Sicherheits-Details wie elektronischem Stabilitätsprogramm (ESPÒ) und Window-Bags auch das Multifunktions-Lenkrad aus der S-Klasse enthält, das die Bedienung von Autoradio und Autotelefon deutlich vereinfacht.
Zum neuartigen Bedien- und Anzeigekonzept der E-Klasse gehört auch das übersichtliche Zentral-Display im Kombi-Instrument. Es informiert den Autofahrer nicht nur über die Funktionen des serienmäßigen Stereo-Autoradios, des Autotelefons und anderer Systeme, sondern bietet ihm auch die Möglichkeit, mittels Tastendruck am Lenkrad individuelle Einstellungen zu programmieren. Auf Wunsch sind weitere Innovationen aus der S-Klasse lieferbar: aktiv belüftete Komfortsitze für Fahrer und Beifahrer, dynamisches Navigationssystem (DynAPS) sowie das moderne Cockpit-Management and Data System COMAND mit integriertem Stereo-Radio, Kassettenspieler, Fernseh-Empfänger und Navigationssystem.

Zeitlos modern: Das Heck der Mercedes-Benz Baureihe W 210 (1995 bis 2003) ist von gekonnter Hand gezeichnet

2000: Kraft aus dem Kompressor
Ein neu entwickelter Zweiliter-Kompressormotor sorgt von Mitte 2000 an in der Mercedes-Benz E-Klasse für ein noch dynamischeres Fahr-Erlebnis. Der Vierzylinder, der auch in der C-Klasse und im CLK arbeitet, leistet 120 kW (163 PS) und löst den bisherigen Zweilitermotor des Typ E 200 mit 100 kW (136 PS) ab. Schon ab 2500/min entwickelt das neue Kompressor-Triebwerk ein maximales Drehmoment von 230 Newtonmetern und übertrifft damit den Wert des Saugmotors um rund 21 Prozent. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h verkürzt sich deshalb bei der Limousine um 1,1 auf 9,7 Sekunden und beim T-Modell um 0,9 auf 10,1 Sekunden. Noch deutlicher macht sich der Fortschritt bei der Messung der Höchstgeschwindigkeit bemerkbar. Sie beträgt beim neuen Typ E 200 (Limousine) 222 km/h und übertrifft das Ergebnis des Vorgängermodells um 13 km/h. Das T-Modell vom Typ E 200 erreicht ein Spitzentempo von 212 km/h – das sind 14 km/h mehr als bisher.
Da der moderne Vierzylinder sein maximales Drehmoment über ein breites Drehzahlband von 2500 bis 4800/min konstant hält, absolviert der neue Typ E 200 Zwischenspurts im vierten oder fünften Gang souverän. So vergehen beispielsweise für die Beschleunigung von 60 auf 120 km/h im fünften Gang nur 19,6 Sekunden. Trotz der höheren Leistung und der beachtlichen Fahrleistungen verbraucht der Typ
E 200 KOMPRESSOR auf 100 Kilometer bis zu 0,2 Liter weniger Kraftstoff als bisher. Der NEFZ-Gesamtverbrauch beträgt 9,1 Liter bei der Limousine und 9,6 Liter beim
T-Modell. Der Kompressormotor erfüllt auch die strengen EU-4-/D4-Abgaslimits. Deutsche Autofahrer erhalten deshalb bei der Erstzulassung dieses Mercedes-Benz einen Steuerbonus von 600 DM.

Stark und groß: Mercedes-Benz E 320 CDI der Baureihe 210 (1995 bis 2003) als T-Modell

Auch andere Modelle werden in den letzten Produktionsjahren der Baureihe noch einmal verbessert. So steigt der Hubraum des Typ E 240 auf 2,6 Liter, was vor allem zur Steigerung des Drehmoments um sieben Prozent führt. Damit bieten Limousine und T-Modell beim Beschleunigen ein deutlich höheres Durchzugsvermögen und eine bessere Elastizität bei Überholvorgängen. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der neue Typ E 240 als Limousine in 9,3 Sekunden und als T-Modell in 9,5 Sekunden und ist damit bis zu 1,2 Sekunden schneller als die bisherige Version.
Die E-Klasse der Baureihe 210 zeigt sich ganz in der Tradition ihrer Vorgänger: Als erfolgreichstes Fahrzeug der oberen Mittelklasse baut die 1995 vorgestellte und bis 2002 produzierte Limousine ihren Marktanteil gegenüber dem Vorgänger sogar noch aus. Insgesamt laufen 1 374 199 Limousinen vom Band, außerdem 279 238 T-Modelle.

Auch als Lifestyle-Kombi: Mercedes-Benz E 270 CDI der Baureihe 210 (1995 bis 2003) als T-Modell

Die Baureihe 210 in der Presse
Road & Track, USA, Heft Dezember 1995, über die neue E-Klasse (W 210): „Die neue E-Klasse stellt für Mercedes-Benz eine dramatische Abkehr dar. In der Vergangenheit wurden die Autos – vor allem die Limousinen – an ‚rationale’ Menschen verkauft, die Dauerhaftigkeit, ein zeitloses Styling und verborgenen Luxus suchten. Mit dem neuen E 320 versucht Mercedes-Benz diese Kunden zu halten und gleichzeitig Leute anzusprechen, die beim Kauf emotionaler handeln, solche, für die Stil, Handling und der Spaßfaktor eines Autos wichtig sind.“
mot, Deutschland, Heft 12/1996, sagt zum Mercedes-Benz E 50 AMG: „Der Mercedes-Partner AMG ist zum Rennstall von höchster Kompetenz avanciert. Im schwäbischen Affalterbach montieren sie die spezifischen Komponenten des E 50 – Motor, Getriebe, Achsen, Sitze, Instrumente – selbst in die E 420-Rohbaukarosserien, die das Werk Sindelfingen vom Band aussteuert.“ Weiter schreibt mot: „Noch besser ist nur der Mercedes-Motor. Der einzige Kurzhuber im Feld überzeugt mit seinem vergleichsweise niedrigen Verbrauch von 13,5 Liter Super und gewaltigem Durchzug. Die Maschine wuchtet die E-Klasse in 6,0 Sekunden auf Tempo 100 und gibt dabei in hoher Kultur alle Klangfarben eines mächtigen V8-Lieds wieder.“
mot, Deutschland, Heft 13/1995 über den Mercedes-Benz E 200, E 290 Turbodiesel und E 320 (zu dieser Zeit das Spitzenmodell): „Die wohl spektakulärste Neuerung im Modellprogramm der neuen E-Klasse steckt unter der Haube des E 290 Turbodiesel. Spektakulär deshalb, weil Mercedes als jahrzehntelanger Verfechter des Vorkammer-Diesel mit diesem Triebwerk erstmals auf das Prinzip der Direkteinspritzung setzt.“
mot, Deutschland, Heft 14/1996, sagt über das neue T-Modell der
E-Klasse 210: „Als ‚Classic’ hat das T-Modell bereits Details, die bei anderen viel Geld kosten“. Weiter heißt es: „Neben einer ausgezeichneten Ergonomie und einem aufgeräumten Arbeitsplatz legt der Mercedes besonderen Wert auf Sicherheit. So sind zwei integrierte Kindersitze Serie, ebenso das Trennnetz und Dreipunktgurte an allen Plätzen.
auto motor und sport, Deutschland, Heft 5/1996, über die Baureihe S 210: „Mit einem Ladevolumen von rund 600 Litern, das auf maximal 1975 Liter gesteigert werden kann, lässt das T-Modell selbst etablierte Klasseriesen wie Opel Omega Caravan und Citroën XM Break kleiner aussehen.“
Die Karosserie des W 210 beschreibt auto motor und sport, Deutschland, Heft 11/1995: „Abgesehen davon, dass sie den mutigsten Styling-Sprung in der Geschichte des Hauses Mercedes darstellt, bietet sie einen deutlich höheren Nutzwert. Mehr Raum, vor allem im Fond, und eine gesteigerte Funktionalität sind unmittelbar nachvollziehbare Verbesserungen.
Im Rückblick auf das T-Modell der Baureihe 210 schreibt Auto-Bild, Deutschland, in Heft 5/2005: „Auch dieser Mercedes ist ein Liebling der Vielfahrer, die niedrige Betriebskosten schätzen. Die Technik ist solide, die Wartung simpel, kostenintensive Zahnriemen gibt es nicht. Außerdem benötigt keiner der insgesamt 14 verschiedenen Motoren im T-Modell […] besonderes Spezialöl, normale Qualitäten (DB-Betriebsstoffliste 229.1 oder 229.3) genügen völlig. Trotzdem ist die Technik standfest, Motorschäden sind so gut wie unbekannt.“

Schlüsselübergabe: Wolfgang Rolli (links), damaliger Leiter des Mercedes-Benz Museums, übernimmt von Hans-Heinrich Weingarten (rechts), Leiter des DaimlerChrysler-Werks Sindelfingen, am 6. März 2003 das letzte E-Klasse T-Modell der Baureihe 210 (1995 bis 2003) in den Bestand des Museums in Untertürkheim

Daimler AG
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