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Harley-Davidson – Geschichte und Mythos

Zu dem Thema Harley-Davidson gibt es so viele Bücher, dass man mit den unterschiedlichen Titeln fast den Rhein damit zuschütten könnte – bildlich gesehen natürlich. Es gibt Bildbände, mehr technisch orientierte Bücher, oder aber Publikationen, die sich die geschichtliche Entwicklung und deren Aufarbeitung zum Thema gemacht haben. Es gibt gute und es gibt schlechte Bücher über die Eisen aus Milwaukee. Selbst philosophisch wird die Kultmarke Harley-Davidson mittlerweile angegangen.

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Der Harley-Papst: Oluf Zierl

Aber das Beste, was es auf dem Markt zu diesem Kultmotorrad gibt, ist wohl die Enzyklopädie von Oluf F. Zierl. „Harley-Davidson – Geschichte und Mythos“. Es ist die „abgespeckte“ Variante von „Ride Free Forever – Harley-Davidson – Geschichte und Mythos“. Ein Zweibändiges Kompendium im Schuber mit je 362 bzw. 344 Seiten, das leider schon vergriffen ist. Was heißt hier „abgespeckt“? Ganze 24 Seiten weniger bedruckt sind in diesem 4,3 kg schweren Wälzer mit Informationen um das schier unerschöpflich scheinende Thema Harley-Davidson.

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Diese Harley-Davidson Heritage Springer FLSTS 1997 wurde in ALLE Einzelteile zerlegt…

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… und auf einer Fläche von 8,60 Meter auf 2,60 Meter ausgebreitet. Hier ist nur ein kleiner Ausschnitt dieser in der Harley-Davidson Geschichte einmaligen Lichtbildes

Dem zur Legende gewordenen Motorradjournalisten und „Harley-Papst“ Oluf F. Zierl ist mit diesem Werk die wohl umfangreichste Enzyklopädie gelungen, die es über die Marke Harley-Davidson auf dem Markt gibt. Das Buch ist hochoffiziell von Harley-Davidson lizensiert, und das alleine beweist schon, welcher Stellenwert diesem Buch von der Führungsetage aus Milwaukee beigemessen wird. Dass die aktualisierte Neuauflage gegenüber der Erstauflage 24 Seiten weniger hat und in einem Band zusammengefasst ist, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass das Gigantenwerk etwas entschärft wurde, um den moralischen Ansprüchen, die Milwaukee sich auf die Fahnen geschrieben hat, zu genügen. Also weniger nacktes Fleisch… Das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch. Der Informationsgehalt hat darunter nicht im geringsten gelitten. 4,3 kg, 682 Hochglanzpapierseiten und über 2200 Fotos. Kein noch so geheimer Prototyp blieb den Recherchen von Oluf F. Zierl und seinem Co-Autor Dieter Rebmann verborgen. In 13 Kapiteln werden alle – und hier ist das Wort alle wörtlich zu nehmen – Modelle bis 2000, die Harley-Davidson jemals produziert hat vorgestellt und beschrieben. Die ganze breite Palette, an denen Harley jemals in seiner wechselvollen Geschichte beteiligt war, wird süffisant in dem unnachahmlichen Stil von Oluf F. Zierl kommentiert und interpretiert. Selbstredend, dass auch der Lifestyle, den diese Art Motorrad zu fahren verkörpert, über viele Seiten behandelt wird. Den Reiz, den gerade das Harleyfahren ausmacht, das unbeschreibliche Gefühl, das dieser mächtige V-Twin aus Milwaukees geheiligten Halle vermittelt. Das bloße Stöbern in diesem Buch macht alleine schon Lust… Lust auf Harley und die Aura, die dieses Motorrad umgibt, ohne den Informationswert zu vernachlässigen, den solch eine Art von Enzyklopädie ja haben soll. Hier wird Geschichte, Technik und Lifestyle dem Leser in einer Form rübergebracht, wie man sie heute nur sehr selten findet.

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Das Grußwort von Dr. Martin Jack Rosenblum, dem Historikers des Archives der Harley-Davidson Motor Company

Oluf F. Zierl hat sich mit diesem Monumentalwerk über das Thema Harley-Davidson, in der großen Familie von Harley-Davidson und seinen Anhängern in der ganzen Welt, ein Denkmal geschaffen.

DIE Harley-Bibel, DAS Nachschlagewerk wenn’s rund um’s Thema Harley-Davidson geht. Da bleibt nur anzumerken, was der oberste Gralshüter von Harley-Davidson – der Historiker des Archivs von Harley-Davidson – Dr. Martin Jack Rosenblum in seinem Grußwort zu diesem Buch schreibt: „Ich bin stolz, dieses Buch (…) zu haben“. Dem braucht man wohl nichts mehr hinzuzufügen…

 

Angebotssituation

Man kann das 2-bändige Machwerk und auch das 1-bändige zum Teil noch neu bekommen. Meist finden sich die Bücher in einschlägigen Antiquariaten und natürlich in den entsprechenden Online-Portalen zu einem – noch – relativ günstigen Preis. Diese Harley-Bibel ist ein umfassendes Kompendium, das eigentlich in keinem gutsortierten Bücherregal fehlen darf. Da Oluf F. Zierl leider viel zu früh im Jahre 2002 verstorben ist, und es von diesen Exponaten keine Neuauflage geben wird, stellen diese Werke ein nicht nur unterhaltsames, sondern auch vollständiges Zeitdokument der Marke Harley-Davidson bis zum Jahr 2000 dar.

KLASSIK Lust Profil

Man sollte sich möglichst schnell noch eines dieser raren Kompendien sichern, solange sie noch zu einem relativ günstigen Preis auf dem Markt angeboten werden.

 

Text & Fotos: Ulrich Bänsch

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