DSCF0689

Braun PS 500 – Der Dauerläufer

 

Mit elegant reduziertem Erscheinungsbild, technisch aufwändiger Machart und einer guten Beurteilung durch Stiftung Warentest, brachte es der heutige KULT-PLATTENSPIELER in den siebziger Jahren zu beachtlichem Verkaufserfolg. Das macht ihn auf dem Gebrauchtmarkt noch immer zum attraktiven und vor allem häufig anzutreffenden Angebot

 

Gute 44000 Stück wurden vom PS 500 zwischen 1968 und 1976 hergestellt. Das hört sich beeindruckend an, entspricht aber im genannten Zeitraum einer Tagesproduktion von gerade einmal 22 Exemplaren. Von Massenproduktion kann also keine Rede sein, eher von strukturiertem Manufakturbetrieb. Von daher erklären sich auch die für die Entstehungszeit stattlichen Verkaufspreise. Dafür gab es auch handfestes Material. Viele PS 500 erwiesen sich als echte Dauerläufer und kommen auch nach 40 Jahren nach wie vor ihrer zugedachten Aufgabe nach. So auch unser – inzwischen im Detail modifiziertes – Klassik Lust-Exemplar.

DSCF0675

Blechkiste mit Tonarm. Die Devise „weniger ist mehr“ setzte Braun-Designer Dieter Rams auch am PS 500 mit überzeugender Konsequenz in die Tat um.

Bei Erscheinen gehörte der PS 500 mit 795 D-Mark zu den eher kostspieligen Angeboten im HiFi-Handel. Zum Produktionsende hin gab es den Spieler dann zum Straßenpreis von rund 500 D-Mark. Zwei Farbvarianten wurden produziert. Beiden gemein ist der mit fein strukturiertem Kräusellack gearbeitete Korpus. Oberplatte samt Tonarmlager und Geschwindigkeitsstellknopf sind entweder in silbernem Lack oder in durchgängig seidenschwarzem Look anzutreffen, jeweils passend zum Restprogramm der Braun-Geräteserien.

Eine Sonderstellung nimmt das Modell PSQ 500 ein. Er sieht identisch aus, wurde aber für die in den Siebzigern gehypten Quadrofonie-Schallplatten mit einem hoch auflösenden Audio Technica-System und kapazitätsarmer Tonarmverkabelung ausgeliefert. Interessant ist das Gerät nur für auf absolute Originalität abfahrende Sammler von Quadro-Schallplatten, die sie in Verbindung mit einer zeittypischen Braun-Anlage abspielen möchten. Die dürfen dann auch den Sammler-Mehrpreis für den PSQ bezahlen. Allen anderen sei der „normale“ PS 500 ans analoge Herz gelegt.

Der ist vor allem eines: voll aus Metall. Kein falsches Nussbaum-Dekor, kein mit Chromglanz getarntes Plastik, kein wabbeliger Pressspan als Bodenplatte, wie bei den gerne in den Vinyl-Himmel gehobenen Thorens-Modellen.

Auch im Inneren des Braun-Spielers findet sich kein im Schnellverfahren abgekantetes Stück Blech, das in Verbindung mit ein paar schlichten Federn zum „Subchassis“ erklärt wird. Stattdessen haben sich die Braun-Techniker damals ein recht komplexes Gebilde aus Zinkspritzguss einfallen lassen. Besonderer Clou ist die hydraulische Dämpfung des an drei Wendelfedern aufgehängten Subchassis. Bei unserem Testmodell ist diese Dämpfung auch nach über 40 Jahren noch völlig intakt. Sie unterbindet zuverlässig das sonst bei gefederten Subchassis-Spielern übliche Wabbeln und Nachschwingen. Der Braun ist unter den schwabbelnden Subchassis-Straßenkreuzern der straff gefederte Sportwagen.  Das macht sich besonders im praktischen Umgang positiv bemerkbar, etwa beim Wechseln der Platte bei laufendem Spieler.

Auch der – feingewuchtete – Plattenteller ist aus Zinkguss, was ihm trotz geringer Dicke zu beachtlicher Masse verhilft. Zusätzlich ist in den Teller ein Gummiring zur Bedämpfung eingearbeitet. Vergleichen Sie nur die genannten Features mit dem technischen Aufwand heutiger, so genannten „High End-Plattenspieler“ und sie wissen, dass die rund 250 Euro, die aktuell für sehr schöne PS 500 gefordert werden, sehr günstig angelegtes Geld sind.

DSCF0684

Vier Tellerdrehzahlen stehen zur Wahl. Relevant sind die damals schon in größerer Typo gekennzeichneten Werte für die beliebten LPs (33/min) und für die bei Sammlern geschätzten Singles (45/min). Mit dem Plus-Minus-Rad lässt sich die Tellerdrehzahl per Konuswelle feinregulieren.

Angetrieben wird der PS 500-Plattenteller über einen in Gummi gelagerten Synchronmotor mit Stufenwelle. Diese Stufenwelle erlaubt vier Tellerdrehzahlen: 16, 33, 45 und 78 Umdrehungen pro Minute. Mit dem PS 500 lassen sich also auch noch alte Schellack-Platten abspielen. Die 16er Drehzahl spielt heute keine Rolle mehr. Damals war sie für spezielle Schulungs-Schallplatten gedacht, auf denen viel Programmmaterial bei untergeordneter Klangqualität verarbeitet werden musste, etwa für Sprachkurse.

Die Übertragung der Motordrehzahl auf den Plattenteller geschieht mit der Kombination aus Reibrad- und Riementrieb. Mit der Höhenpositionierung des Reibrads wird die Drehzahl gewählt. Das Reibrad wiederum treibt eine konische Walze an, an deren oberem Ende das Pulley für den Antriebriemen eingearbeitet ist. Durch Höhenverschieben der Konuswalze vergrößert oder verkleinert sich der wirksame Durchmesser und damit auch die Drehzahl. Auf diese Weise wird die Tellergeschwindigkeit des PS 500 feinreguliert.

An klassische Ortofon-Muster aus den fünfziger Jahren erinnert der J-förmig gebogene Tonarm des Spielers. Der Tonkopf wird über eine Schnellkupplung gemäß SME-Standard angeschlossen. Es lassen sich also auch andere Headshells als das elegante Braun-Muster andocken. Besonderheit sind die drei Tonarmgewichte. Damit ist der Tonarm in allen drei Ebenen ausbalancierbar. Weil die Auflagekraft mittels Feder eingestellt wird, wäre der PS 500 also auch in der Lage in hochkant gestellter Position Platten abzuspielen. Was eher eine theoretische Überlegung ist, vielmehr wollte der Hersteller durch diesen technischen Aufwand die Hochwertigkeit der Konstruktion darstellen.

Entsprechend gibt es deshalb auch eine per Zugfeder stufenlos einzustellende  Antiskating-Vorrichtung und einen hydraulisch bedämpften Tonarmlift. Was indes fehlt, ist eine praktikable Höheneinstellung des Tonarms. Die ist zwar – in geringem Maße – möglich, dazu muss allerdings die Bodenplatte abgenommen und umständlich geschraubt werden. Sinnvoll ist diese Einstellmöglichkeit dann, wenn etwa ein Systemwechsel ansteht, und das neue Bauteil deutlich höher baut als das zumeist im Serienspieler anzutreffende Shure M75.

Der Tonarm selbst darf der mittelschweren Sorte zugerechnet werden, er verträgt sich also mit einer Vielzahl der heute erhältlichen Tonabnehmersysteme. Wer die Budget-Nummer reiten möchte, der nimmt aus dem aktuellen Tonabnehmerangebot ein Audio Technica AT 91 oder AT 95, soll es mehr sein, findet beim gleichen Hersteller eine Preisetage höher auch Abnehmer mit aufwändiger gearbeiteten Abtastdiamanten. Generell hat ein gut eingestellter PS 500 durchaus das Zeug, auch sehr teure Edelsysteme adäquat darzustellen.

DSCF0671

Raffinierte Schlichtheit. Die PS 500-Headshell alleine wird bereits für stolze Preise gehandelt. Die SME-Schnellkupplung macht den Wechsel einfach. Hier steckt ein Audio Technica AT 13 unter dem feinen Leichtmetallblech. Das harmoniert sehr gut mit dem Serien-PS 500.

Womit wir bei einem entscheidenden Punkt angelangt wären: Es gibt zwei Arten von Braun PS 500. Die einen verfügen über einen relativ laufruhigen Reibradantrieb, die anderen machen deutlich hörbare Geräusche. Einzig allein verantwortlich ist tatsächlich nur das jeweilige Reibrad. Denn der Antriebsmotor tourt trotz seiner gewaltigen Ausmaße unauffällig, und der Riemen-Tellerantrieb ist mit seinen präzisen, hochglanzpolierten und zudem recht dünnen Lagerachsen hervorragend laufruhig – und langlebig.

Typisch für den aktivierten PS 500-Antrieb ist auch der im Umdrehungstakt leicht pulsierende Teller, gut zu erkennen an der schwingenden Stroboskopanzeige. Auch hierfür ist alleine die Güte des Reibrads ausschlaggebend.

In diesem Punkt erweist sich die Lösung mit der konischen Zwischenwelle als Nachteil. Durch den Konus wird das Reibrad beim Rotieren beständig in einen leichten Schräglauf gezwungen. So kommt das Reibrad wegen der spielanfälligen Lagerung ins Taumeln. Die Folge ist das Drehzahlschwingen. Die Lösung dieses Problems liegt in der Lagerung des Reibrades. Diese Lagerung muss möglichst exakt und spielfrei sein. Erreicht werden kann das beim Serien-PS 500 durch eine deutlich verbreiterte Lagerbasis. Dieser Umbau wurde probehalber mit einer von 6,5 auf 16 Millimeter vergrößerten Lagerbreite mit vollem Erfolg durchgeführt. Dieser Umbau ist auch mit dem Serienreibrad möglich. Für unseren Aufbau haben wir ein komplett neues Reibrad aus Delrin mit einem aufgelegten Präzisions-O-Ring angefertigt. Prinzipiell sind also defekte oder verhärtete Serien-Reibräder am PS 500 mit überschaubaren Mitteln kurierbar.

Bei unserem Test-PS 500 haben wir das Tuning noch weiter getrieben. Mit einer neuen und zudem direkt an die Anschluss-Cinchbuchsen geführten Tonarmverkabelung und mit einem eigens angefertigten 12 Zoll-Tonarm im Stil des Original-Tonarms. Diese Maßnahmen zeigen im Ergebnis vor allem eines: Der Braun PS 500 kann mit entsprechender und durchaus im Aufwand noch vertretbarer Verfeinerung höchste Erwartungen an einen Plattenspieler erfüllen.

DSCF0255

Braun PS 500 in voller Tuning-Ausbaustufe. Mit separat aufgestelltem Schiller-Phono 12 Zoll-Tonarm im PS 500-Design samt Raumnadel-B&O SP6 und modifiziertem Reibradantrieb. Ein Setup, das sich getraut, fröhlich allen hochgejazzten „Traumlaufwerken“ gegen das sinnbildliche Scheinbein zu treten.

Weil wir’s wissen wollten, ließen wir unseren voll ausgebauten PS 500 schließlich gegen einen gleichfalls penibel getrimmten und optimierten Thorens TD 2001 (auf Roksan Tripod) samt Van den Hul-System antreten. Diese Kombi gefiel zwar mit sattem Bass und enormer Transparenz, brachte aber gegen den 12 Zoll PS 500-Arm in Verbindung mit dem Raumnadel-B&O SP6 keinen Fuß mehr auf den Boden.

Überdeutlich wurde das bei der musikalisch wie produktionstechnisch herausragenden Einspielung von Carmen McRae und dem Dave Brubeck-Quartett (Live at Basin Street, Columbia, USA) von 1961. Mit dem Thorens wurde schönes HiFi geboten, mit dem Braun-Setup saß man dagegen in der dritten Reihe und lauschte verzückt der wundervoll intonierenden und phrasierenden Carmen McRae, in deren fantastische Altstimme sich immer auch ein zarter Hauch von entfernt wummernder Kreissäge tief unten im Hals metallisch einzumischen scheint.

In solchen Momenten begreift man, welch wundervolles Geschenk einem mit diesen in Vinyl gepressten, analogen Schätzen gemacht wird. Man muss diese Schätze nur bergen (in diesem Fall war es das heimelige Bücherantiquariat in Bad Hoheneck), und auf den treffsicher arrangierten Plattenspieler legen.

 

FAZIT: Ein sorgfältig justierter und technisch einwandfreier Serien-PS 500 ist bereits ein guter, nach wie vor vollumfänglich gebrauchstüchtiger Plattenspieler. Mit durchaus überschaubaren technischen Verfeinerungen lässt sich indes eine überraschend steil aufsteigende Vintage-Rakete zünden. So oder so: Mit dieser hochwertigen Basis lässt sich etwas anfangen.

 

BRAUN PS 500 – TIPPS UND TRICKS

Plattenteller dreht beim Einschalten nicht.

Ursache: Zugseil des Reibrades ist durchgescheuert/gerissen.

Abhilfe: Zugseil verknoten oder erneuern und Durchhang so einstellen, dass Anpressfeder bei 16/min genügend Druck für einwandfreien Antrieb bereitstellt.

 

Automatische Endabschaltung funktioniert nicht:

Ursache: Typischer PS 500-Mangel. Das entsprechende Kunststoffelement unter dem Subteller ist ausgebrochen.

Abhilfe: Bruchteile entfernen und einfach so lassen.

 

Plattenteller läuft schief und setzt auf dem Gehäuse auf:

Ursache: Aufhängungsfedern erlahmt oder Aufhängung verstellt.

Abhilfe: Aufhängung neu justieren. Eventuell Federn aus defektem Schlacht-Spieler (gibt es kaum) übernehmen.

 

Tonarm-Drehachse steht zur Plattentellerachse schief:

Ursache: Transport- oder Benutzerschaden. Tonarmaufnahme am Subchassis ist relativ fragil und kann verbiegen.

Abhilfe: So lassen oder bei ausgebautem Tonarm Richtversuch wagen. Idealer Weise bei komplett ausgebautem Chassis unter Einsatz von gezielter Erwärmung. Risikoärmer ist die mechanische Bearbeitung des Tonarm-Anschraubpunktes. Noch besser gleich der Umbau auf eine von außen zugängliche Höheneinstellung. Allerdings ein Projekt für den ambitionierten und versierten Hobby-Mechanikus.

 

Ein Stereokanal ist tot:

Ursache: Kontaktproblem in der SME-Kupplung oder im Stummschaltelement unterhalb des Plattentellerlagers. Eventuell Kabelbruch im Tonarm.

Abhilfe: Durchgänge kontrollieren und Tonarm neu verkabeln. Kabel dann direkt auf Anschlüsse (Cinch oder DIN) legen.

 

Teller-Drehzahl leiert:

Ursache: Reibradvorspannung zu schwach. Öl oder Fett auf Reibrad, Antriebsspindel oder Konuswelle.

Abhilfe: Spannfeder kontrollieren und gegebenenfalls justieren. Antriebsteile mit Bremsenreiniger oder Feuerzeugbenzin säubern. Dabei Latexhandschuhe und Schutzbrille tragen.

 

Nadel überspringt beim Abspielen die Rille:

Ursache: Nadel schadhaft. Antiskatingkraft zu gering. Tonarmverkabelung verspannt.

Abhilfe: Entsprechend kontrollieren und einstellen.

 

 

BRAUN PS 500 – TUNINGPROGRAMM

 

Für den Braun-Klassiker empfiehlt Klassik-Lust ein dreistufiges Tuning- und Fitness-Programm:

 

Basistuning:

Bodenplatte entfernen.

Alle Antriebsteile (Stufenwelle, Reibradfläche, Konus, Subteller, Pulley) penibel mit Bremsenreiniger säubern.

Motorlager, Tellerlager, Konuswelle und Reibradlager mit (möglichst wenig) Trix-Modellbahnöl schmieren. Zum Dosieren und Auftragen des Öltropfens einen dünnen Draht oder eine dicke Nähnadel verwenden. Damit lässt sich das Schmiermittel punktgenau ans Ziel bringen.

Gesäuberte Antriebsteile absolut öl- und fettfrei mit neuen Latex-Handschuhen zusammenbauen.

SME-Kontaktstifte in Headshell und Tonarm mit feinem Glasfaserpinsel behutsam reinigen.

Tellermatte mit glatter Seite nach oben auflegen.

Antriebsriemen auf Risse und Spannung prüfen. Gegebenenfalls erneuern.

Plexihaube beim Abspielen entfernen. Nur als Staubschutz lose auflegen.

 

Experten-Tuning:

Wie zuvor, plus Tonarm neu verkabeln und Leitungen direkt nach außen an Stecker oder zusätzlich angebrachte Cinchbuchsen führen. Kabel und Befestigungen für Cinchbuchsen können durch die Belüftungsschlitze geführt bzw. montiert werden. Somit ist kein Bohren am Seriengehäuse erforderlich.

Hochwertiges oder sinnvoll getuntes Tonabnehmersystem einbauen.

DSCF0670

Diese Maßnahme bringt den Braun PS 500 richtig vorwärts: Leichtes Reibrad aus Delrin mit einer komplett neuen, stark verbreiterten und zusätzlich abgestützten Lagerung. Damit wird das Reibrad wesentlich exakter geführt.

 

Profi-Tuning:

Wie zuvor, plus Reibradlagerung komplett modifizieren. Die Lagerung ist maximal zu verbreitern. 16 Millimeter Lagerbreite statt serienmäßig 6,5 Millimeter sind  problemlos möglich.

Fliegend neben dem Spieler einen 12 Zoll-Tonarm (wie oben beschrieben) aufstellen. Tonarm und Spieler auf getrennten Basen für optimale Entkoppelung platzieren. Systemfrage bis ans persönliche Limit ausreizen. Hoffen, dass die restliche Anlage noch mithalten kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Fotos: Jo Soppa

 

 

 

5 Kommentare

  • arvid sagt:

    sehr geehrter redaktion,

    herzlichen dank fur das schone artikel. seit einige jahren bin ich stolze besitzer 2 braun ps 500. ich bin jetz angefangen mit basteln, neue tonarm bekablung und soweiter. jetzt bin ich neugierig abwohls sie etwas mehr erzahlen konnte umgehend die profi reibrad losung ? konnen sie mir hilfen mit addresse, kontakten umschreibung ?

    mit freunlichen gruss arvid hendriks aus die niederlande. arvid_hendriks@hotmail.com

    • Redaktion Klassik Lust sagt:

      Werter Herr Hendriks,

      besten Dank für Ihr Interesse. Mit unserem PS 500-Umbau erheben wir keinen Anspruch auf die ultimative Version eines Braun-Plattenspielers. Die Modifikationen sind als Anregung für bastelwütige Interessenten gedacht. Ob die von uns vorgeführten Lösungen übernommen werden, oder ob man eigene Wege geht, sei jedem ambitionierten Hobbyschrauber überlassen.
      Die Lagerung für das Reibrad haben wir wie folgt überarbeitet:
      Beide serienmäßigen Lagerstifte des Reibradauslegers wurden durch gehärtete und polierte 3 mm Passstifte mit 24 mm Länge ersetzt.
      Beide Stifte werden abschließend mit einer Brücke aus Leichtmetall (3 mm dick) und zwei M2-Klemmschrauben zusätzlich abgestützt. Die Lagerung des Reibrads wurde auf 16 mm verbreitert (Neuanfertigung). Die Axialführung übernehmen Stellringe für 3 mm Wellen. Schmierung mit Trix Modellbahnöl.

      Wir wünschen viel Erfolg beim Braun S 500-Tuning.

      Mit herzlichen Grüßen

      Ihre Klassik Lust Redaktion

  • Siegfried Buxtehude sagt:

    Bei meinen PS500 arbeitet der Tonarmdämpfer nicht mehr.Es fehlt wohl Öl.Wo und wie füllt man Öl nach ?
    Dank für Hinweise.

    • Reaktion Klassik Lust sagt:

      Liftmechanik zerlegen, mit Bremsenreiniger säubern, Teile auf Leichtgängigkeit und eventuelle Beschädigungen hin kontrollieren. Für den Zusammenbau Gleitflächen der Liftspindel mit honigzähem Silikonöl schmieren (gibt’s im Fachgeschäft für RC-Modellautos).

      Klassik Lust Redaktion

  • Matthias Ludwig sagt:

    Falls die Endabschaltung am PS 500 defekt ist: im privaten Braun-Forum bietet ein Mitglied einen 3D-gedruckten Ersatz für das gebrochene Plastik-Rad an! Nicht ganz billig, aber dann geht die Endabschaltung immerhin wieder.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Kommentar
Name*
Email*